Von Amperbrücke bis Ortsumfahrung

Bauamt Freising stellte die geplanten Baumaßnahmen im Landkreis vor

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Erst im Frühjahr wurde die Amperbrücke im Rahmen einer sechswöchigen Vollsperrung ertüchtigt. Doch ein Neubau scheint unausweichlich.

Beim Jahresgespräch im Landratsamt Fürstenfeldbruck am 3. Juli stellten Bereichsleiter Hans Jörg Oelschlegel und Abteilungsleiterin Sylvia Pfister vom Staatlichen Bauamt Freising sowohl bereits beendete als auch geplante Baumaßnahmen im Landkreis vor. Neben dem Nachrüsten von Schutzplanken an den Bahnbrücken in Esting auf der B471 und Maisach bei der St 2054 konnte unter anderem auch die Instandsetzung der Amperbrücke Fürstenfeldbruck im Frühjahr diesen Jahres erfolgreich abgeschlossen werden. Und dennoch – ein Neubau der Brücke scheint unausweichlich. Doch das ist nicht die einzige Baustelle im Landkreis

Fürstenfeldbruck - Auch wenn lange Autoschlangen auf der Fürstenfelder Straße auf der einen, und eine fast verkehrsberuhigte Innenstadt auf der anderen Seite während der sechswöchigen Vollsperrung der Amperbrücke längst der Vergangenheit angehören, so ist das Ringen um das denkmalgeschützte Monument noch nicht vom Tisch. „Die Amperbrücke ist in die Jahre gekommen“, bekräftigte Hans Jörg Oelschlegel beim Pressegespräch. Ein Neubau der Brücke stehe außer Frage, jedoch müsste man sich mit dem Denkmalschutz einigen, wobei auch die innerstädtische Lage zum Problem wird. „Es gibt hier rechtlich einiges zu klären“, sagt Oelschlegel. Das Bauamt hofft bei einem Neubau unter anderem auf Verbesserungen für den Geh- und Radverkehr. „Derzeit läuft die Ausarbeitung des Bauwerksentwurfs“, erklärt Abteilungsleiterin Sylvia Pfister. Das Planfeststellungsverfahren ist für 2019/20 vorgesehen. Frühester Baubeginn wäre damit 2022. Von den 25 Projekten, die das Bauamt Freising bis zum Jahr 2030 laut dem Bundesverkehrswegeplan begonnen beziehungsweise umgesetzt haben möchte, betreffen fünf Projekte den Landkreis und sind als „vorderdringlicher Bedarf“ gekennzeichnet. „Wir haben eine große Anzahl an Projekten“, sagt Oelschlegel. Die größte Priorität liege derzeit bei der Ortsumfahrung Olching. 

Ortsumfahrung Olching 

Der Baubeginn für die 1,7 Kilometer lange Ortsumfahrung südwestlich von Olching wird sich wohl noch weiter hinauszögern. Zwar bestehe bereits seit Juni 2015 nach einem längeren Rechtsstreit Baurecht, jedoch wurden zwischenzeitlich das Überschwemmungsgebiet Starzelbach neu ermittelt und Anfang 2016 vorläufig gesichert. Nachdem mit dem Bau noch nicht begonnen wurde, ist laut dem Bauamt eine erneute wasserrechtliche Genehmigung erforderlich. „Mittlerweile liegen belastbare Ergebnisse der neuen, vom Amperverband beauftragten Hochwasserberechnungen vor“, sagt Pfister. Das Bauamt lässt nun prüfen, ob auf Grundlage dieser Ergebnisse die Straßenplanung an die neuen Regelungen, zum Beispiel in Hinblick auf Lage und Anzahl der Durchlässe, angepasst werden muss. Im Herbst diesen Jahres will man das Planänderungsverfahren bei der Regierung von Oberbayern beantragen, sodass mit den Hauptbauleistungen im Jahr 2020 begonnen werden kann. Das Bauamt rechnet mit Kosten in Höhe von 4,7 Millionen Euro.

Sanierung der Augsburger und Münchner Straße

Weiter plant das Bauamt Freising die B2 in Fürstenfeldbruck, Augsburger und Münchner Straße mittelfristig zu sanieren. Dabei sollen die Breiten für den Gehund Radverkehr optimiert werden. Der Beginn ist für 2020/21 angesetzt und wird mit rund 2,5 Millionen Euro veranschlagt. 

Erneuerung der Fahrbahn zwischen Moorenweis und Jesenwang 

Auf einer Strecke von 2,2 Kilometern wird derzeit die Fahrbahn zwischen Jesenwang und der Kreuzung mit der FFB 6 erneuert. Diese Baumaßnahme soll voraussichtlich Ende Juli abgeschlossen sein. 

Kreisverkehr statt Kreuzung in Puch 

Die unfalllastige Kreuzung auf der B2 bei Puch will das Bauamt durch den Bau eines Kreisels beseitigen. Aufgrund von Bedenken des Denkmalschutzes wird gerade die vorliegende Planung optimiert, danach soll ein Planfeststellungsverfahren folgen. Das Bauvorhaben soll rund 1,3 Millionen Euro kosten. Ausbau der St2345 zwischen Gröbenzell und Lochhausen

Da der Streckenabschnitt der St2345 zwischen Gröbenzell und der Stadtgrenze München einen schlechten Erhaltungszustand aufweist und mit einer Fahrbahnbreite von fünfeinhalb Metern zu schmal ist, will das Bauamt die Straße dem vorherrschenden Verkehr – fast 25.000 Kfz am Tag – anpassen. Da jedoch auch hier wie bei der Ortsumfahrung Olching das Überschwemmungsgebiet „Gröbenbach, Starzelbach, Ascherbach“ neu ermittelt wurde, sei nun der Nachweis zu führen, dass ein Ausbau keine nachteiligen Auswirkungen in Bezug auf den Hochwasserschutz habe. Die neuen Erkenntnisse und das Ergebnis der Aktualisierung des Überschwemmungsgebietes ändern nun die hydraulische Randbedingungen für die Straßenplanung, weshalb nun neu geprüft werden müsse, ob die Straßenplanungen anzupassen sind. 

Hamann

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