Entwürfe wurden vorgestellt

Städtebauliches Konzept zum Volksfestplatz in Fürstenfeldbruck

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Einen attraktiven und lebendigen Stadtraum gestalten: Die JulieMayr-Straße soll langfristig ein neues Gesicht bekommen (rechts im Bild das Trafohäuschen der Stadtwerke).

Das Areal östlich des Volksfestplatzes entlang der Julie-Mayr-Straße soll städtebaulich aufgewertet werden. Die vorliegenden Entwürfe sehen eine verkehrsberuhigte Zone mit Bäumen und Wohnbebauung statt der bisherigen Parkplätze vor. So könnte die Sichtachse von der Philipp-Weiß-Straße zum Marthabräukeller einen alleeartigen Charakter bekommen.

Fürstenfeldbruck - „Das derzeitige Erscheinungsbild ist wenig attraktiv“, heißt es im Sachvortrag von Pia Brückner. Diese nüchterne und zugleich treffende Charakterisierung gebührt der Julie-Mayr-Straße, einem wichtigen Verbindungsglied zwischen Stadtzentrum und Volksfestplatz. Die Stadtplanerin vom staatlichen Baureferat, die vorübergehend im Brucker Bauamt mitarbeitet, hat sich umfangreiche Gedanken darüber gemacht, wie dieses Areal östlich des Volksfestplatzes aussehen könnte und dem Planungs- und Bauausschuss auf seiner jüngsten Sitzung verschiedene Entwürfe vorgestellt. 

Langfristig attraktiven und lebendigen Stadtraum gestalten

Anlass für die Erstellung eines städtebaulichen Konzepts war ein geplanter Neubau an der Ecke Philipp-Weiß-/Julie-Mayr-Straße, der letzten November abgelehnt wurde. Zu massiv, zu nah an der Straße hieß es mehrheitlich. Um eine städtebauliche Gesamtentwicklung sicherzustellen, hat Brückner in ihren Plänen den Betrachtungsrahmen nun auf den gesamten Verlauf der Julie-Mayr-Straße ausgedehnt. „Es geht mehr als nur um ein Gebäude. Es geht um eine Vorstellung, wie das gesamte Areal aussehen soll“, rechtfertigte Stadtbaumeister Martin Kornacher die Vorgehensweise. Man wolle langfristig einen attraktiven und lebendigen Stadtraum gestalten. So wurde beispielsweise in das geplante Bauvorhaben das städtische Grundstück am Eck zur Philipp-Weiß-Straße mit der ohnehin baufälligen Trafostation einbezogen. Eine der vorgestellten Varianten sieht hier einen dreigeschossigen Baukörper mit zum Teil gefördertem Wohnraum vor. Die daraus resultierende Verengung der Einfahrt zur Julie-Mayer-Straße auf 13 Meter würde nach Meinung der Planer zudem eine Art Eingangstor zu dem dahinterliegenden Platz schaffen. Entlang der östlichen Straßenseite könnten nach einer Baumreihe – der von Oberbürgermeister Erich Raff (CSU) und Kornacher favorisierte Entwurf sieht vor, eine Allee anzulegen – vier einzelne Häuser errichtet werden. Da diese auf städtischem Grund lägen, könnte die Stadt über deren weitere Nutzung entscheiden, ob etwa gewerblich oder als Sozialwohnungen für städtische Mitarbeiter. 

Ausschussmitglieder stellen Bedingung

Damit konnten sich die meisten Ausschussmitglieder noch anfreunden. Allerdings nur unter der Bedingung, den Bestand des Volksfestplatzes samt der darauf stattfindenden Veranstaltungen, etwa aus Lärmschutzgründen, nicht zu gefährden. Die Verwaltung wurde beauftragt entsprechende Planungen zu vertiefen. Als nicht mehrheitsfähig erwies sich hingegen die „Torlösung“ am südlichen Ende. Auf Antrag von Ulrich Schmetz (SPD) entschied eine knappe Mehrheit, der Bauherr solle sich wieder auf sein Grundstück beschränken und das Gebäude um 90 Grad drehen, so dass eine Nord-Süd-Ausrichtung entsteht. 

Gewonnener Platz für Grünflächen

Die dargestellte Torsituation wäre eher „ein Schlupfloch“ zum Volksfestplatz denn ein qualifiziertes Entrée, wie von der Verwaltung propagiert, argumentiert Schmetz. Der so gewonnene Platz könne für eine Grünfläche samt Baum sowie den Radweg, der hinter den Bäumen entlang bis zur Marthabräustraße verlaufen soll, genutzt werden. Als Kompensation für die wegfallenden 95 Stellplätze brachte Markus Droth (CSU) noch ein Parkdeck – wie vonseiten der SPD bereits vor Jahren beantragt – am südwestlichen Rand des Volksfestplatzes ins Gespräch. Auch dies solle in den weiteren Planungen berücksichtigt werden. 

Peter Fischer

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