Bausschuss spricht Veränderungssperre aus

Kampf für Grünflächenerhalt

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Soll als Grünfläche erhalten bleiben: Der Grünzug Geisinger Steig zwischen Ettenhoferstraße und Am Sulzbogen.

Mit einer Veränderungssperre will der Planungs- und Bauausschuss den Erhalt eines Grünzuges im Brucker Westen sichern. Gleichzeitig wird die Bauvoranfrage des Grundstückseigentümers zur Errichtung zweier Mehrfamilienhäuser auf dem Gelände einstimmig abgelehnt.

Fürstenfeldbruck - Das Thema Bebauungspläne macht im Brucker Stadtrat und seinen Ausschüssen derzeit die Runde. Jüngstes Beispiel ist die Auseinandersetzung um den Erhalt eines Grünzuges zwischen Ettenhoferstraße und Am Sulzbogen. Der Grundstückseigentümer hat kürzlich eine Bauvoranfrage für die Errichtung zweier Wohngebäude auf diesem Areal mit jeweils drei Vollgeschossen gestellt. Zwar wurde für diesen Bereich bereits in 2006 der Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan mit dem Ziel gefasst, die vorhandene Grünfläche zu sichern – allerdings seinerzeit nicht weiter fortgeführt. „Jetzt holt uns diese Sünde ein“, beklagte Ulrich Schmetz (SPD). 

Balance zwischen Schaffung von Wohnraum und maßvollen Nachverdichtung

Das Dilemma der Stadtplaner liegt im Konflikt begründet, eine Balance zu finden zwischen der Schaffung neuen Wohnraums und einer maßvollen Nachverdichtung. Für Markus Droth etwa ist „eine weitere Nachverdichtung den Bürgern, die dort schon wohnen, langsam nicht mehr zumutbar. Wir schaffen damit Brennpunkte“, warnte der CSU-Stadtrat. Auch Klaus Wollenberg (FDP) spricht sich vehement gegen die weitere Nachverdichtung eines Gebiets aus „das bereits verdichtet wurde“ und Hans Schilling (CSU) „macht da nicht mehr mit.“ Er wolle den Geisinger Steig für künftige Generationen erhalten. Rechtsamtsleiter Christian Kieser riet den Stadträten, dem Bauwerber einen Kompromiss anzubieten, der einerseits den Grünzug schützt, andererseits dem Eigentümer die Möglichkeit gibt im südlichen Bereich zu bauen, denn „nichts anzubieten ist immer problematisch, da die Leute dann eher vor Gericht ziehen.“ Oberbürgermeister Erich Raff (CSU) kann sich vorstellen, um die gewünschte Wohnfläche zu erreichen, „eher in die Höhe zu bauen und dafür unten mehr Grün zu erhalten.“

Einstimmig abgelehnt

Letztlich lehnte der Ausschuss die Bauvoranfrage in ihrer jetzigen Form ab und beschloss einstimmig eine Veränderungssperre mit den Zielen, den vorhandenen Grünzug samt Fuß- und Radwegeverbindung sowie den Baumbestand im nördlichen Bereich zu schützen. Stattdessen soll südlich der Grünfläche eine maßvolle Nachverdichtung ermöglicht werden.
Peter Fischer

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