Kälbchen streicheln und Hühner kraulen auf dem Stundenplan - Projekt wurde von Landwirtschaftsschülern entworfen

"Bauernhof-Diplom" für 40 Schüler

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Mit Hühnern und Kälbchen kamen 40 Schüler der Haldenberg-Schule in Mammendorf bei einer Bauernhof-Führung in Tuchfühlung.

Mammendorf - Wenn Kälbchen streicheln und Hühner kraulen auf dem Stundenplan stehen, dann sind die Drittklässler der Dorothea-von-Haldenberg-Schule in Mammendorf natürlich begeistert von so einem Schultag. An sieben Station bekamen die 40 Schüler auf dem Färberhof in Mammendorf interessante und kindgerecht präsentierte Informationen rund um Leben und Arbeiten auf einem Bauernhof. Ausgedacht hatten sich das Projekt 15 Absolventen des dritten Semesters der Landwirtschaftsschule in Puch.

 Im Fach Rhetorik galt es, die Aufgabe „Schüler erleben Landwirtschaft“, praktisch umzusetzen. Josef Mayer, dessen Sohn zu den 15 Landwirtschaftsschülern gehört, stellte seinen veranstaltungserprobten Hof zur Verfügung. „Wir wollen, dass die Kinder einen Bezug zu unseren Lebensmitteln bekommen, dass sie sehen, wieviel Arbeit und Kosten darin stecken“, erklärt Josef Mayer jun. Die Schüler aus Puch haben sich sehr viel Mühe gegeben mit der Gestaltung der einzelnen Stationen, überall gibt es Schautafeln und etwas zum Anfassen, zum Schmecken, Malen oder zum Rätseln: Kartoffeln werden ausgebuddelt, gewaschen, geschält und dann zu Pommes Frites verarbeitet und aufgegessen.

„Die Kinder sind wirklich gut, die wissen schon eine ganze Menge über Feldfrüchte und Getreide“, freut sich Josef Mayer junior. Im Kuhstall wundern sich die 60 Milchkühe über so viel Besuch und an der Melkstation mit künstlicher Kuh gibt es Quizfragen zu beantworten. Besonders beliebt sind die drei Wochen alten Kälbchen, die etwas nervös die Streicheleinheiten über sich ergehen lassen. Dabei erfahren die Kinder spielerisch alles über Geburt und Aufzucht.

Und überall gibt es Neues zu lernen: Wie viele Liter Milch gibt eine Kuh an Tag, wie viele Eier legt ein Huhn im Jahr? Eine Attraktion für die Kinder ist auch der fahrbare Hühnerstall auf der Wiese gleich gegenüber vom Färberhof. Hier hat Josef Mayer jun. seine innovative Idee von freilaufenden Hühnern durch- und umgesetzt. 250 Legehennen wuseln auf 1000 Quadratmetern Grünfläche herum. Der mobile Stall, in dem die Tiere die Nacht verbringen und auch ihre Eier in weiche Nester aus Dinkelspelzen legen, wird jede Woche versetzt, so dass die Hühner immer frisches Gras zum Picken finden. Die Kinder dürfen hier selber Eier einsammeln und auch mal eines der recht zahmen Hühner kraulen. Als Andenken gibt’s zum Schluss für jeden ein „Bauernhof-Diplom“.

Dagmar Heininger

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