Beim diesjährigen Kindertag, einer Aktion des BBV, war die Tigergruppe in Kottgeisering zu Besuch auf einem Bauernhof 

"Wo wächst mein Mittagessen?"

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Kottgeisering – Beim diesjährigen Kindertag vom 15. bis 28. Juni, eine Aktion des Bayerischen Bauernverbands (BBV), drehte  sich alles um die Frage, wie Kartoffeln, Fleisch, Milch und Eier auf den Tisch kommen. ,,Die Kinder sollen einen Bauernhof bewusst kennenlernen, welche Tiere dort leben und wie sich gemahlenes Getreide anfühlt", erklärt Rosi Schamberger. ,,Auch wissen viele Kindergartenkinder nicht, dass die Milch von Milchkühen stammt und nicht vom Tetra Pack".  

Mit großen Augen beobachten die Drei- bis Vierjährigen die Tauben auf dem Dach von Bäuerin Rosi Schamberger. Sie hat am Vormittag des 24. Juni Besuch von der Tigergruppe des Kinderhauses Amperstrolche in Kottgeisering.Außer den Kindergartenkindern hatte Rosi Schamberger auch schon Schüler aus der Nachmittagsbetreuung der Grundschule Türkenfeld zu Gast.

 Bei den Stieren dürfen die Kinder nur einen Blick in den offenen Stall hineinwerfen, denn ,,die Bullen haben eine sehr lange Zunge und sind nicht ungefährlich", sagt Rosi. Erst bei den Kühen geht's für die 13 Kinder richtig zur Sache: Hier können sie den 5 bis 10jährigen Tieren Heu geben. ,,Alle Kühe haben bei uns Namen wie Betty, Susi, Carolin oder Ina",  sagt die Bäuerin und erklärt den Kindern, dass diese immer früh morgens und abends gemolken werden. 

Lernen, Erleben, Aktiv sein - die Kinder packen tatkräftig mit an!

Weiter geht es zu den acht Kälbchen, die hinter dem Kuhstall ihr Revier haben und von Rosi und ihrer Familie alle selber aufgezogen werden. Das Jüngste, genannt ,,Herzchen", ist gerade mal wenige Tage alt und noch sehr ängstlich. ,,Insgesamt 8 Liter Milch brauchen die Kälber täglich", erzählt Rosi den Kindern. Vorsichtig und mit Hilfe der Bäuerin dürfen die Kinder die kleinen Kälbchen sogar streicheln. ,,Mir ist es wichtig, dass die Kinder alles anfassen und den Bauernhof mit allen Sinnen erleben. Nur so bleibt es besser in Erinnerung", so Rosi Schamberger. Im Heu- und Strohlager ist klettern, toben und springen erlaubt. ,,Das macht den Kindern erfahrungsgemäß immer am meisten Spaß", weiß die Landwirtin. ,,Wir haben hier klein gepacktes Stroh und eine eigene Heupresse, was viele Bauernhöfe heutzutage gar nicht mehr haben".

 Nachdem die Kleinen auf einem der großen Traktoren ,,Probe sitzen" durften, endete der Rundgang am Freigelände bei den sechs Hühnern, zwei Perlhühnern und drei Laufenten - alle erfüllen einen anderen Zweck: ,,Die Hühner legen Eier, die Perlhühner verjagen Raubvögel und die Laufenten fangen Schnecken", erklärt Landwirtin Rosi abschließend.

Nicole Burk

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