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Die Baustelle wird weniger, die Kosten mehr

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Von: Hans Kürzl

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Architekt Peter Oppenheimer (Mitte) erläutert, wie die Schulküche für den Unterricht gestaltet werden muss.
Architekt Peter Oppenheimer (Mitte) erläutert, wie die Schulküche für den Unterricht gestaltet werden muss. © Hans Kürzl

Germering – „Wie viele Millionen mehr sind es diesmal?“: Die eher locker gestellte Frage von Hans Pichelmaier (CSU) am Beginn der Baustellenführung zeigte, dass die Stadtratsmitglieder mit weiteren Kostensteigerungen rechnen. Der Projektrahmen für die Sanierung der Wittelsbacher Mittelschule wird um rund 1,6 Millionen auf knapp 46 Millionen Euro anwachsen. 

Oft summierten sich kleine Beträge zu großen Überschreitungen, erklärte Architekt Peter Oppenheimer. Und dann gebe es immer wieder negative Überraschungen: In der Unterrichtsküche fand man andere Gegebenheiten vor, als es auf Plänen vermerkt war. Betonteile und Streben waren anders angeordnet als angenommen. Die Folge: mehr Aufwand bei der Lüftungsanlage. Bauleiter Paul Bungarten berichtete von einem weiteren Problem: Eine Spezialfirma für Brandschutzsteuerkabel, angesiedelt im Ahrtal, konnte nach der Flutkatastrophe im vergangenen Jahr nicht mehr liefern. Insgesamt seien zeitliche Verzögerungen durch zum Beispiel die Pandemie und den Ukrainekrieg aber in einem überschaubaren Rahmen geblieben. In den Osterferien 2023 soll der Umzug für die Wittelsbacher Mittelschule in deren neue Räume erfolgen. „Wer welche Klassenzimmer belegt, ist schon ausgemacht“, berichtete Konrektorin Edda Fackler. Doch erst einmal haben dort noch die Bauarbeiter das Sagen. Akustikdecken fehlen zum Beispiel noch. Mobiliar und Schränke werden weiter genutzt – leicht umgebaut und angepasst an die neuen Gegebenheiten. Selbst die Fenstersimse konnten übernommen werden.

Zu den baulichen Höhepunkten zählen Eingangs- und Mensabereich. Holzelemente in der Eingangshalle lassen die Schule weniger nüchtern erscheinen. „Das ist an dieser Stelle auch brandschutztechnisch in Ordnung“, erläuterte Architekt Oppenheimer. Weil der Bau hier nur ein Geschoss habe. Holzelemente finden sich auch im Bereich der Hausmeister-Wohnung auf dem Dach der Mittelschule. Hier muss noch die Dachterrasse in Teilen begrünt werden. Das ist nicht nur wegen der Optik und einem gewissen Wohlfühlcharakter notwendig. Flachdächer sollen überhaupt begrünt werden. Der Hausmeister kann künftig dann das Schulgebäude von seiner Wohnung aus überwachen – Technik macht das möglich. „Er kann zum Beispiel sehen, wo eine Tür noch nicht zugesperrt ist“, so Oppenheimer. Oberbürgermeister Andreas Haas (CSU) lobte die „gute Zusammenarbeit zwischen Schul- und Bauleitung“. Schulleiter Walter Braun sehnt die Fertigstellung herbei: „Wir freuen uns richtig und werden alles intensiv nutzen.“

Hans Kürzl

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