Anlage mit Hochspannung erwartet

Baustellenbesichtigung zum neuen Umspannwerk für Olching an der B 471

1 von 4
Freuen sich, dass der Bau des Umspannwerks für Olching im Plan liegt (von links): Thomas Grulke, Geschäftsführer der Stadtwerke Olching Stromnetz, Projektleiter von Bayernwerk Thomas Riederer und Karlheinz Denner, ebenfalls von der Geschäftsführung der Stadtwerke.
2 von 4
3 von 4
4 von 4

Olching – Es ist eine Baustelle, die es in sich hat: Schwertransporte, 100.000 Volt, hunderte Tonnen Stahl, mehrere Millionen Euro und ein gestohlenes Baugerüst.

„Ein Umspannwerk baut man auch nicht jeden Tag“, sagte Olchings Bürgermeister Andreas Magg bei der Baustellenbesichtigung. Er freue sich, dass er mit den Verantwortlichen von den Stadtwerke Olching hier stehen könne. Denn der Neubau löse das alte, sanierungsbedürftige Umspannwerk in Olchings Mitte im Ilzweg ab. „So hat das neue Umspannwerk den positiven Nebeneffekt, dass die Hochspannungstrasse aus der Stadtmitte verschwinden kann“, nennt er die Vorzüge der Auslagerung nahe Gernlinden an der B 471. Deshalb dankte er Familie Kistler, welche ihr etwa 8.000 Quadratmeter großes Grundstück an der Hugo-Brunninger-Straße dafür hergegeben hatte.

Gestohlenes Baugerüst nicht wieder aufgetaucht

Im Februar diesen Jahres haben die Bauarbeiten begonnen. „Wir sind voll im Zeitplan“, sagt Projektleiter der Bayernwerke Thomas Riederer, und das werde so bleiben, sollte Corona nicht dazwischenfunken oder wieder ein Gerüst geklaut werden, scherzte er. Mitte Juni nämlich wurde von der Baustelle ein Baugerüst aufwendig abgebaut und abtransportiert und ist seitdem nicht mehr gesehen worden.

Herzstück kommt als Schwertransport

Trotz dieses diebischen Zwischenfalls steht bisher das Betriebsgebäude, in der alle Leitungen in die Schaltzentrale zusammen laufen, sowie die beiden Kompensatoren auf ihren Fertigteilfundamenten. Damit das Umspannwerk bis zum 31. Dezember diesen Jahres betriebsbereit ist, muss vor allem das Herzstück – die beiden Transformatoren – geliefert werden. „Diese kommen laut Plan im Oktober als Schwertransporte, weil allein ein Trafo bis zu 50 Tonnen wiegen kann“, erklärt Projektleiter Riederer in der Kiesgrube. 

Neue Erdleitungen werden noch verlegt

Doch auch wenn die Trafos stehen und die 100.000 Volt Ober-Leitungen gespannt sind, fließt noch kein Strom. „Wir müssen acht neue 20.000 Volt-Leitungen verlegen“, informiert Giovanni D‘Annibale, stellvertretender Netzwerkleiter der Bayernwerke. Diese kommen unter die Erde und haben teilweise schwierige Wege zum Verbraucher – beispielsweise unter der B 471. Erst wenn die letzte 20KV-Leitung gelegt und alles geprüft ist, kann das alte Umspannwerk in den Ruhestand. Wann genau will keiner genau prognostizieren, aber wohl noch im nächsten Jahr. Im neuen Standort läuft dann alles vollautomatisch und ferngesteuert. Nur jedes Viertel Jahr kommt jemand zu einer Art Inspektion vorbei, wie Riederer erzählt. 

Viele Hecken verstecken

Dass das Umspannwerk „keine Schönheit“ wird, gibt Riederer zu, „deshalb versuchen wir das ganze hinter viel Grün zu verstecken“, erzählt er vom Freiflächengestaltungsplan.

Miriam Kohr

Auch interessant

Meistgelesen

Hallo Fürstenfeldbruck, da sind wir!
Hallo Fürstenfeldbruck, da sind wir!
Cafeteria im Landratsamt muss coronabedingt schließen
Cafeteria im Landratsamt muss coronabedingt schließen
Fachgespräch über "Alltagskompetenzen in der Schule" - wenn Landwirte Lehrer werden
Fachgespräch über "Alltagskompetenzen in der Schule" - wenn Landwirte Lehrer werden
Erneute Kehrtwende am Sulzbogen - Stadt wird Sozialwohnungen doch nicht selbst bauen
Erneute Kehrtwende am Sulzbogen - Stadt wird Sozialwohnungen doch nicht selbst bauen

Kommentare