Besuch beim Hatzlhof

Kartoffelernte mit Ministerin Kaniber

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Die Bayerische Staatsministerin Michaela Kaniber (rechts) besuchte das Kartoffelfeld von Dorothea und Andreas Hatzl.
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Im Rahmen der „Bio-Erlebnistage“, vom 1. September bis 7. Oktober, besuchte die bayerische Staatsministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Michaela Kaniber, am 8. September den Hatzlhof.

Olching – Sie wollte den Vorzeigebetrieb biologischer Landwirtschaft mit seinem starken regionalen Engagement besser kennen lernen.

Ministerin bei der Feldernte

Erster Tagesordnungspunkt war die Besichtigung des Kartoffelackers von Andreas und Dorothea Hatzl in Gernlinden. Der eigens dafür angemietete Bus fuhr pünktlich um 14.30 mit der Ministerin, dem Landrat Thomas Karmasin sowie zahlreichen Vertretern von ,,Unser Land“ vom Hatzlhof-Gelände los. Beim Acker angekommen, begutachtete Michaela Kaniber die Feldernte auf dem Kartoffel-Roder.

15 Sorten auf 80 Hektar

„Die Agria ist eine vorwiegend festkochende Kartoffelsorte, die sehr nährstoffeffizient ist und sich dadurch sehr gut für den Ökolandbau eignet“, erklärte Andreas Hatzl. Die vorwiegend festkochenden Kartoffeln haben einen guten Geschmack und sind vielseitig verwendbar. „Sehr zufriedenstellend“ sei die diesjährige Ernte ausgefallen, lobte der Landwirt. „Wenn das so bleibt, passt das schon.“

Die Hatzls bauen bis zu 15 verschiedene Kartoffelsorten auf 80 Hektar an und stellen damit sicher, dass die Knolle ganzjährig in allen Kochtypen angeboten werden kann, einschließlich rotschaliger Sorten. Die ersten Frühkartoffeln im Untervliesanbau können bereits ab Mitte Juni geerntet werden. Für den Handel wird mindestens 330 Tage im Jahr verpackt. Wo und wie dieser Verpackungsvorgang abläuft, wurde nach der Rückkehr zum Hatzlhof im Zuge einer Betriebsführung mit anschließender Lagerbesichtigung gezeigt.

„Landwirtschaftspolitik ist Gesellschaftspolitik vom Feinsten"

Bei ihrer Abschlussrede bedankte sich Michaela Kaniber für den ihr gewährten Einblick in einen Biobetrieb, der in einem grandiosen Netzwerk stecke. Darüber hinaus brachte sie ihre Sorge zum Ausdruck, dass man es im Zusammenhang mit Lebensmitteln leider immer noch nicht schaffe, ein Bewusstsein für regionale- und Bioprodukte herzustellen. „Landwirtschaftspolitik ist Gesellschaftspolitik vom Feinsten. Wir müssen den Leuten klarmachen, wo die Produkte herkommen und wie sie erzeugt werden“, stellte die Ministerin klar und betonte, dass nirgendwo so wenig Geld für Lebensmittel ausgegeben werde, wie in Deutschland.

280 Veranstaltungen auf Biohöfen

Um so wichtiger seien die Bio-Erlebnistage: „Bei über 280 Veranstaltungen öffnen Biohöfe Tür und Tor, um diese bekannter zu machen. Wir brauchen den ‚Unser Land‘ Dachverein, die Vermarktungsgesellschaft und die vielen Solidargemeinschaften in der Region München für den Erhalt der Lebensgrundlagen für Menschen, Tiere und Pflanzen“, sagte sie weiter.

Nicole Burk

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