31. Bayern-Rundfahrt ein Glücksfall für Fürstenfeldbruck - Zieleinlauf in der Großen Kreisstadt - Leider kein Kaiserwetter

Als Erster fuhr der Pole Marcin Sapa am Sonntag, 30. Mai, bei der 31. Bayern-Rundfahrt in der Augsburger Straße in Fürstenfeldbruck über die Ziellinie und sicherte sich vor ca. 5.000 begeisterten Zuschauern den Tagessieg vor dem knapp hinter ihm folgenden australischen Meister Travis Meyer. Gesamtsieger bei der 31. Auflage des wichtigsten und größten Etappenrennens in Deutschland, das über eine Gesamtdistanz von 750 Kilometer führte, wurde der belgische Radprofi Maxime Monfort vom Columbia-HTC-Team.

Dritter wurde der Däne Alex Rasmussen vom Team Saxo Bank, der den Sprint des Hauptfeldes vor Milram-Kapitän Gerald Ciolek gewann. Die Mannschaftswertung gewann etwas überraschend das Team Lampre-Farnese Vini vor den namhaften Rennställen von Team Saxo Bank und Sky-Pro-Cycling. Der einzige deutsche Rennstall und Vorjahressieger Milram musste sich am Ende mit dem sechsten Platz trösten. So hatte auch der Sieger der Bayern-Rundfahrt 2008, der 24-jährige Christian Knees vom Milram-Team, Pech, als er am vorletzten Tag noch aussichtsreich als Dritter im Rennen lag. Fünf Kilometer vor dem vierten Etappenziel hatte er eine Reifenpanne, musste das komplette Rad wechseln und fiel dadurch aus den Podiumsrängen. Insgesamt waren am Mittwoch, 26. Mai, 126 Fahrer in 18 Teams zu dem über fünf Etappen gehenden Elite-Radrennen, inklusive eines Einzelzeitfahrens, in Erding an den Start gegangen. Als Schirmherr gab Bayerns Staatsminister für Unterricht und Kultus, Dr. Ludwig Spaenle, den Startschuss zum Rennen, das die Fahrer über Viechtach, Bayreuth, Hersbruck und Berching führte, bevor es in der Großen Kreisstadt endete. Bereits bei der ersten Etappe wurden die Fahrer mächtig gefordert, als sie in Sankt Englmar mit 901 Metern die höchste Erhebung erklimmen mussten. Die längste Etappe, die das Feld der Fahrer am zweiten Tag von Viechtach nach Bayreuth führte, betrug 200 Kilometer. Das Einzelzeitfahren fand am vierten Tag in Berching statt und führte über eine Länge von 28 Kilometern. Hier legte der Vorjahreszweite, Belgiens amtierender Zeitfahr-Meister Monfort den Grundstein zum Gesamtsieg, als er in der Endabrechnung den Italiener Adriano Malori mit einem Vorsprung von zwölf Sekunden auf den zweiten Platz verwies. Insgesamt saßen die Rennfahrer mehr als 20 Stunden im Sattel. Bei der längsten Etappe bedeutete dies eine Fahrzeit von knapp fünf Stunden. Die durchschnittliche Geschwindigkeit pro Etappe lag bei mehr als 40 km/h, beim Einzelzeitfahren sogar fast bei 50 km/h. Für die Große Kreisstadt und den Landkreis stellte das Spektakel das absolute sportliche Highlight in diesem Jahr dar. Durch eine ganztägige gastronomische Versorgung, durch Informationsstände der Sportschule Puch, Tommi’s Radltankstelle, Volksbank und Stadtwerke sowie durch etliche sportliche Veranstaltungen erhielt das Event auch den entsprechenden Rahmen. Nur das Wetter ließ zu wünschen übrig. Brucks Oberbürgermeister Sepp Kellerer freute sich dennoch: „Für uns war es ein Glücksfall“, so Kellerer, „zum einen feiert der TuS sein 125-jähriges Bestehen und Fürstenfeldbruck 75 Jahre Stadterhebung.“

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