BBV-Bürgermeisterwette – Gröbenzeller Bürgermeister Dieter Rubenbauer beim Feldversuch auf dem Schlepper

Der Wolfgangshof im Außenbereich von Olching, nahe der Gröbenzeller Gemeindegrenze.

Bürgermeisterwetten haben so ihre individuellen Eigenheiten. Und so kam Dieter Rubenbauer bei seiner ausgedachten BBV-Wettaufgabe für eine Blühstreifen-Neuanlage auf den Olchinger Landwirt Ludwig Grandl, 61, vom Wolfgangshof, an der Grenze zur eigenen Gemeinde, denn Gröbenzell hat keinen eigenen Vollerwerbsbauern mehr.

Dieter Rubenbauer, in seiner Kindheit aufgewachsen „bei einer landwirtschaftlich geprägten Familie in der Oberpfalz bei Amberg“, ist durchaus mit dem Thema vertraut und kennt die Sorgen der Landwirtschaft. Jedoch: „Bei der Geburt der Viecher durfte ich damals nicht zusehen, wohl aber beim Schlachten …“ Als er etwas älter war, durfte er aber dann den Lanz aus den 60er Jahren fahren. Der von ihm jetzt zur Blühstreifenanlage ausgesuchte Landwirt Ludwig Grandl bewirtschaftet derzeit 80 von insgesamt 100 Hektar Fläche: „Der Rest ist Moos und Stillegung.“ Er hat den Betrieb - seit 1959 im Familienbesitz - 1979 mit erst 28 Jahren übernommen und ist heute BBV-Ortsobmann für Olching und Gröbenzell, denn ein paar landwirtschaftliche Nebenerwerbler gibt es Gröbenzell noch. Ehefrau Marlies Grandl hat auf dem landschaftlich herrlich gelegenen, beschaulich-ruhigen Wolfgangshof, mit dem Abzweig an der Verbindungsstraße Olching – Gröbenzell, ein kleines Bauernhofmuseum eingerichtet. Sohn Ludwig, 30, mit Studium der Landwirtschaft und Elektrotechnik in Weihenstephan, hat den Hof schon zu zwei Drittel übernommen. Tochter Regina ist Staatsanwältin und ausnahmsweise nicht landwirtschaftlich orientiert. Dieter Rubenbauer bekam vor dem „Feldversuch“ des Blühstreifen-Einsäens erst einmal ein Modell des Ungetüms von Schlepper Fendt 818 zu sehen: Heckseitig ausgestattet mit einer vielseitigen Sämaschine und vorne mit Frontgrubber. Dann ging es in unmittelbarer Hofnähe los mit der Bodenbearbeitung und dem Einsäen von Sonnenblumenkernen, Ringelblumen-, Buchweizensamen und anderes mehr. Alles für die kleinen Flügler unter den Insekten und insbesondere für Bienen und Artgenossen. „Dafür sollte es noch mehr Blühstreifenfreunde geben, denn man gewinnt Freude durchs Zuschauen und Honig für den regionalen Verzehr.“ Familie Grandl ließ ihre Gäste an diesem Tag - darunter auch Anna Böhm vom früheren Tischlerhof und Stefanie Schmid von der BBV-Zentrale in München - nicht ohne Kaffee und Kuchen gehen.

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