Starkbierfest in Mammendorf

Aprilscherze am laufenden Band

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Acht Zweier-Teams traten im sportlichen Baumstamm-Wettsägen, angefeuert von ihren „Fangruppen“, gegeneinander an.
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Mammendorf – Beim Mammendorfer Starkbierfest des CSU-Ortsverbandes am Samstagabend war die „Hütte“ im Bürgerhaus wieder proppenvoll.

Die knapp 200 Besucher erlebten bis kurz vor Mitternacht unterhaltsame Stunden. Neben dem süffigen Ritterbock, markanten Sprüchen von Fastenprediger „Barnabas“ war beim traditionellen Baumstamm-Wettsägen wieder bayerischer Sportsgeist gefragt. Ganz nach dem Geschmack der Besucher sorgten „Die G´schmeidigen“ für musikalische Unterhaltung.

Geglückter Anstich

Nachdem die Feuerwehr in diesem Jahr ihr 140-jähriges Gründungsfest begeht, erhielt der erste Vorsitzende des Feuerwehrvereins, Wolfgang Blum, die Ehre, anzuzapfen und damit das Starkbierfest offiziell zu eröffnen. Mit drei gezielten Schlägen zapfte Blum an. Der von Moderator Benjamin Miskowitsch scherzhafte Hinweis, zum Schutz würden Schirme unter den Sitzen parat liegen, erübrigte sich, denn nicht ein Spritzer ging daneben.

Aprilscherze am laufenden Band

Knapp eine Dreiviertelstunde strapazierte Bruder Barnabas die Lachmuskeln der Besucher mit seiner Verbal-Watschn. Der erste Vorsitzende der Theatergemeinschaft Mammendorf, Robert Piecha, schlüpfte zum fünften Mal in die Rolle des Fastenpredigers. Diesmal trat er als ein gewisser Ludwig König, Mitglied der Organisation „BFBF e. V.“ (Brauereifreie Bierfahrer eures Vertrauens) auf, was in großen Lettern auf seiner Schürze stand. „Heut` kann ich sagen, was ich will“, meinte er zum Einstieg. „Heute ist der erste April, da kann mir nix passieren. Im Nachhinein kann ich alles als Aprilscherz deklarieren und nicht belangt werden.“

Umfahrung, Karneval und Seniorenheim

„Und wenn i wieder amoi steh im Stau in Bruck, dann denk i a paar Kilometer zruck, fang`s Grinsen o und gfrei mi immer, weil, in Mammadorf iss`s no vui schlimmer“, bezeichnete Piecha die Ortsdurchfahrt als seinen persönlichen „Highway to Hell.“ Die Südumfahrung gehe aber „nimmer“ wegen der vom Kornkreis geheiligten Erde mit ihren Schwingungen. Dafür werde das Tagblatt im April, Mai wegen der vielen Geburtsanzeigen doppelt so dick sein, denn in der Nacht soll im Kornkreis die „Post abgegangen sein.“

An einem ungeheuerlichen Vorfall sollen die beiden Bürgermeister-Vertreter, Peter Muck und Manfred Heimerl, beteiligt gewesen sein, sie hätten die Kehrausparty vor dem Bürgerhaus einfach vorzeitig abgebrochen. Ein Desaster für die über Jahrzehnte trainierte Faschings-Dienstags-Gaudibesucherin Bärbel Schamberger, ein „interruptus Karnevalis“, ein Abbruch kurz vor dem Höhepunkt. Sie will deshalb beantragen, dass der Partyausschuss in „Schlafausschuss“ umbenannt wird. Der Fasching Toni muss seinen Nachnamen ändern, weil er diesen nach dem Vorfall nicht mehr verdient habe.

Weil der größte Messie des Dorfes ausgerechnet auf dem Bürgermeistersessel sitze, weil er keine Zeit zum Ausmisten habe und selbst das Glump seiner Vorgänger noch sammle, müsse die Gemeinde das VG-Gebäude erweitern. „Einfach alles in einen Müllsack von vier Euro, der Neubau ist hinfällig und die VG spart vier Millionen“, prangerte Barnabas die „Verschwendungssucht“ von Josef Heckl an.

Mit dem Bau eines Seniorenheims leiste Heckl aber auch gute Arbeit, denn er schaffe Beschäftigung den Menschen, die hier ihre Fähigkeiten ausleben können. So könnte der angehende Rentner Muck den Rollatorverkehr regeln, Manni Heimerl in der Küche sein Show-Cooking veranstalten, Josef Wachter den Hausmeisterposten übernehmen und Hans Thurner zum Vorturner in der Seniorensportgruppe werden. Auch die „Swingers“ könnten wieder auftreten, treffen sie doch hier auf ihre Fans.

Baumstamm-Wettsägen

Acht Zweier-Teams, ausgelost von Losfee Kathrin Staffler, der CSU-Bundestagskandidatin, traten im sportlichen Baumstamm-Wettsägen, angefeuert von ihren „Fangruppen“, gegeneinander an. Auch diesmal erwiesen sich Helmuth Käser und Helmut Dillinger als unschlagbar. Zum vierten Mal in Folge gewannen sie den Wettbewerb und nahmen jeweils einen Korb mit Brucker-Land-Produkten in Empfang. Sieger der Herzen aber wurden die im Finale unterlegenen Michael Mayer und Rainer Giggenbach. Mit ihrem furiosen Auftritt hatten sich die beiden Jungspunde bis ins Finale „gesägt“ und sich dabei die Herzen der Mammendorfer Jugend erobert, die sie lautstark anfeuerten.

Dieter Metzler

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