Starkbierfest der Mammendorfer CSU

Starkes Bier und starke Männer

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Mammendorfs Referent für Kultur und Vereine, Anton Fasching, durfte heuer anzapfen.
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CSU-Ortschef Benjamin Miskowitsch, Gebietsverkaufsleiter Richard Sturm, Toni Fasching und Landtagsvizepräsident Reinhold Bocklet probierten die erste Mass.
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Eine Glücksfee zog die Paarungen zum Baumsäge-Wettbewerb. Links CSU-Ortschef Benjamin Miskowitsch, der den Abend moderierte und Mammendorfs zweiter Bürgermeister Peter Muck
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„Bruder Barnabas“ alias Robert Piecha derbleckte die Mammendorfer Politprominenz.
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Der „Promi-Stammtisch“ beim Mammendorfer Starkbierfest
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„Bruder Barnabas“ überreichte Mammendorfs Bürgermeister Josef Heckl den „Sepparator“.
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Sie machten das „Trible“ perfekt: Helmuth Käser (links) und Helmut Dellinger gewannen den Baumsäge-Wettbewerb
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Gruppenbild mit allen Teilnehmern des Baumsägewettbewerbs

Mammendorf – Zünftig war`s, schee war`s, und nächstes Jahr gemma wieder hin. Beim Starkbierfest der Mammendorfer CSU sorgten am vergangenen Samstagabend wieder bayerischer Sportsgeist, ein starkes Bier und Fastenprediger „Barnabas“ für viel Gaudi im Bürgerhaus.

Auch wenn heuer einige Plätze leer blieben, tat das der Stimmung keinen Abbruch. Musikalisch unterhalten wurden die 180 Besucher des Abends von den „Feger Spezies“.

Ein Stich und das Bier floss

„Ich bin schon ein bisserl nervös“, gestand Anton Fasching, Gemeindereferent für Kultur und Vereine, ein, dem die Ehre zuteilwurde, das Starkbierfest mit dem Anzapfen des ersten Fasses offiziell zu eröffnen. „Für mich es ist tatsächlich das erste Mal.“ Doch hatte vor einem Jahr Bürgermeister Josef Heckl noch zwei Schläge benötigt, um das Fass Prinzregent-Luitpold Weizenbock sprudeln zu lassen, so gelang dies Fasching mit einem sensationellen, nahezu weltmeisterlichen Schlag. CSU-Ortschef Benjamin Miskowitsch, der den Abend gekonnt moderierte, stieß anschließend mit Landtagsvizepräsident Reinhold Bocklet, dem Gebietsverkaufsleiter der Schlossbrauerei Kaltenberg Richard Sturm sowie Fasching an.

"Wir wollen das Trible"

Gestärkt ging es dann ans erste Baumstamm-Wettsägen, wobei die Sieger der vergangenen zwei Jahre Helmuth Käser und Helmut Dellinger bereits hier schon ihre Favoritenrolle eindrucksvoll demonstrierten. „Wir wollen das „Trible“, fieberten die beiden Männer der Finalrunde entgegen. Doch bis dahin mussten sie sich noch einige Zeit gedulden, denn zunächst derbleckte Krüglredner „Bruder Barnabas“ die ortsansässige Politprominenz und nahm die Kommunalpolitik aufs Korn.

Verbal-Watschn für Kommunalpolitik

Bei der dreiviertelstündigen Verbal-Watschn von Robert Piecha, der inzwischen bereits zum vierten Mal in die Rolle „Bruder Barnabas“ schlüpfte, kam keiner ungeschoren davon. Der nicht ausverkaufte Saal fiel auch Bruder Barnabas auf. Und so nahm er die parallel stattfindende Jahreshauptversammlung des Burschenvereins erst einmal aufs Korn, die auch daran schuld war, dass Bürgermeister Heckl und Altbürgermeister Johann Thurner erst später zum Fest stoßen konnten. In Insiderkreisen werde Heckl aufgrund der vielen Bautätigkeiten in der Gemeinde bereits als Märchenkönig verehrt, verriet Barnabas und überreichte „König Sepp I.“ eine überdimensionale Bierflasche, die er eigens für ihn vom Nassenhausener „Pantschen-Bräu“ habe brauen lassen: den „Sepparator“. Den Begriff „Obergrenze“ habe übrigens die Mammendorfer SPD geprägt, informierte Piecha. „Die haben schon vor Jahrzehnten für sich die Obergrenze von zwei Gemeinderäten eingeführt.“

Mammendorf sei zweigeteilt, in ein Ober- und ein Unterdorf, meinte Barnabas. Und eigentlich brauche man das Oberdorf nicht, soll Bürgermeister Heckl zu später Stunde bei einem geselligen Abend kundgetan haben. Der widerrief die Aussage vehement. Doch die Fakten sprechen dafür, zählte Barnabas lückenlos auf: die komplette Energieversorgung, Gewerbe jeglicher Art, Kreisverkehre, Asylsuchende, Nahrungsmittelproduktion, alle drei Bürgermeister – alles im Unterdorf, nichts im Oberdorf. Da es ansonsten in Mammendorf an nichts fehle, könne er sich eine Sightseeing-Tour für Touristen vorstellen, am besten auf dem Rücken eines Kamels, ein nicht unbekannter Mammendorfer hätte das ja bereits schon einmal vorgemacht.

Zu Ohren sei ihm gekommen, dass in Mammendorf ein Machtkampf um den Posten des zweiten Bürgermeisters brodelt. Nur so könne er sich erklären, dass Peter Muck als einziger nach dem Jahresabschlussessen der Gemeinde in eine Polizeikontrolle geriet. Da stecke der dritte Bürgermeister Manfred Heimerl dahinter, mutmaßte Barnabas. Er begründete dies damit, dass Heimerl mit seinem Job als Volksfestreferent nicht so ganz zufrieden sei, nachdem beim letztjährigen Einzugstag die Speisekarten vom Brucker Volksfest auslagen. Und nachdem sich das Volksfest heuer aufgrund des Schaltjahres auch noch in den Juni verschiebt, schlug Barnabas vor, das „tiefe Loch“ bis dahin mit einer zweiten Bierprobe zu überbrücken.

Eine Stunde vor Mitternacht wurden auch die Favoriten im Baumstamm-Wettsägen ihrer Rolle gerecht. Mit Bravour verteidigten sie ihre Vorjahreserfolge und werden wohl mit dem „Trible-Sieg“ in die Geschichte des Mammendorfer Starkbierfestes eingehen.

Dieter Metzler

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