Benefizkonzert am 21. April in Olching

Hilfe für Kranke in Yaloya

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Bis zu den Fenstern steht der Rohbau der Krankenstation in Yaloya (Kongo) bereits. Nun sollen am 21. April noch weitere Gelder gesammelten werden.

Seit 39 Jahren unterstützt die Kolpingsfamilie Olching den Ehrenbürger der Stadt und Pfarrer Josef Aicher bei seinen zahlreichen Projekten in Yaloya. Ziel ist es den Menschen im Kongo wieder eine Perspektive für die Zukunft zu bieten. Aichers derzeitiges Projekt: Eine Krankenstation im Herzen des Regenwaldes. Bereits vor einiger Zeit wurde mit Spenden der Rohbau finanziert. Nun wenden sich Kolpingsfamilie und die Stadt Olching erneut an die Bürger. Um das nötige Geld für weitere Arbeiten aufzubringen, findet am 21. April um 19 Uhr in der Mehrzweckhalle Amperschule Schwaigfeld ein Benefizkonzert statt.

Olching - Bereits vor drei Jahren wandte sich der mittlerweile 85-jährige Ehrenbürger Josef Aicher mit einem Hilferuf an die Olchinger Stadtverwaltung. Damals kamen in Yaloya durch eine Malaria-Epidemie zwischen 700 und 800 Kinder zu Tode. „Die daraufhin nach Yaloya gelieferten Moskitonetze konnten zwar das Problem begrenzen, aber nicht lösen“, erklärt Vermessungsingenieur Rainer Widmann, vom Aicher Kreis der Kolpingsfamilie. Zudem wurden die, durch die Epidemie ausgelösten, gravierenden Mängel der Gesundheitsversorgung in der Region sichtbar. „Bisher gibt es in der gesamten Region keinen Arzt“, erzählt Karl Schwojer, stellvertretender Vorsitzende der Kolpingsfamilie, zuständig für den Aicher Kreis. 

75.000 Euro Projekt soll im nächsten Jahr fertig sein

Pfarrer Josef Aicher ist schon lange aktiv im Kongo.

Aus diesem Grund entschied man, eine Krankenstation mit einem Einzugsgebiet von etwa 150 Kilometern Radius zu bauen. Über 250 Freiwillige begannen dann im Frühjahr letzten Jahres damit am Hochufer eines Flusses rund 3.000 Wurzelstöcke zu entfernen und die Fläche zu roden. Für den Bau der Station sollten nur Materialien benutzt werden, die vorhanden waren. „Zunächst wurde mit Lehm-, später dann mit Ziegelsteinen gebaut“, erzählt Widmann. Während im Herbst letzten Jahres die Bauarbeiten aufgrund der Regenzeit ruhen mussten, wurde im neuen Jahr mit dem Rohbau begonnen. „Wir rechnen hier mit einer Fertigstellung im Herbst“, sagt Schwojer. Endgültig fertig soll das Gebäude im nächsten Jahr sein. Für das gesamte Gebäude werden die Kosten auf etwa 75.000 Euro geschätzt. 

Baustoffe müssen 1.800 Kilometer durch den Urwald

„Den größten Teil dieser Kosten machen die Transportkosten für das Material aus“, erklärt Schwojer. So sei die Region im Dschungel unter anderem nur mühsam zu erreichen und die Teile müssten per Schiffen transportiert werden. Noch dazu liegt Yaloya etwa 1.800 Kilometer von der Hauptstadt Kinshasa entfernt. Bis jetzt sind bereits 65.000 Euro an Spenden zusammen gekommen. „Die Spendengelder sind das höchste Gut“, betont Schwojer. Daher werde kritisch geprüft, was auch gebraucht werde: „Es gibt keine goldenen Wasserhähne, aber Wasserhähne.“ Auch wenn die Kolpingsfamilie das Projekt betreut, sei das nicht ihre Krankenstation. „Die bauen dort ihre Krankenstation, nicht unsere“, erklärt Widmann. Die Stadt Olching ist seit vielen Jahren mit der Arbeit von Aicher verbunden und so viel Spendenbereitschaft erfreute den Olchinger Bürgermeister Andreas Magg: „Es ist schön, dass die Olchinger dieses Projekt schon über lange Zeit unterstützen. Das zeugt von einer langen Verbundenheit.“ 

Benefizkonzert am 21. April um 19 Uhr in der Mehrzweckhalle

Beim Benefizkonzert am 21. April in der Mehrzweckhalle der Amperschule Schwaigfeld um 19 Uhr (Einlass 18 Uhr) treten auf: die Blaskapelle Olching, Grundschule Olching, Olchinger 4 Gesang, 3klang e. V. Olching, Grundschule Graßlfing, Gymnasium Olching, Olchinger Sänger, Musikschule Olching, Trio Cantate, Musikforum Olching Akkordeonorchester sowie der Gesangsverein Harmonie. Für das leibliche Wohl ist gesorgt. Karten können an der Tankstelle Autohaus Rauscher, Johannes-G-Gutenberg Straße 1, für 15 Euro erworben werden. 

Felix Hamann

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