Startschuss der 11. SchulKinoWoche

Kinosaal als Klassenzimmer

+
Einige Minuten nach der offiziellen Eröffnung kam der staugeplagte Kultusminister Bernd Sibler an, der sich im Foyer mit Kindern über den Film unterhielt.

Der Saal ist voll, von den rot-samtenen Sesseln blicken neugierige Kinderaugen nach vorne, auf der Leinwand prangert „SchulKinoWoche 2018“.

Fürstenfeldbruck –  Die Kinder von verschiedenen Schulen aus dem Landkreis sind schon gespannt und freuen sich. Statt Schule im Klassenzimmer haben sie Unterricht im Kino. Bald fängt der Film „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ an. Doch die Erwachsenen müssen erst reden und ganz offiziell eröffnen.

Auftakt zur SchulKinoWoche

„Wer geht nicht gerne ins Kino?“, fragte Karin Oechslein, Direktorin des Staatsinstituts für Schulqualität und Bildungsforschung bei der Auftaktveranstaltung der SchulKinoWoche Bayern im Scala Fürstenfeldbruck. Die Stille war zugleich die Antwort, warum die Aktionswoche so erfolgreich ist und bereits zum elften Mal startet. 

Zur Stärkung der Medienkompetenzen

Begonnen hat das Projekt damals um die Medienkompetenzen der Schüler zu stärken. „Es gibt immer mehr Medien, da ist es wichtig zu lernen, damit umzugehen und auch Lehrer dafür zu qualifizieren“, erklärte Elena Solte von Vision Kino, dem Netzwerk für Film- und Medienkompetenz. Und wo gehe das besser als an einem Ort, wo Bild und Ton in bester Qualität beim Zuschauer ankommt. 

Botschaften in Filmen greifbar machen

Filme seien wichtig für die Persönlichkeitsbildung und geben wichtige Botschaften mit auf den Weg. „Zuhause ist da, wo man geliebt wird“, sei laut Solte beispielsweise eine Botschaft, die im Film „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ vermittelt wird. Auch Freundschaft, Toleranz und Heldentum seinen laut Oechslein ein Thema im Film, den die Kinder danach sehen durften. Walter Gremm vom Staatsministerium für Unterricht und Kultus, der den im Stau stehenden Bernd Sibler anfangs vertrat, erinnert sich an die Geschichte noch aus den Büchern. „Je näher man an etwas dran ist, desto weniger muss man davor Angst haben“, ist die Botschaft, die er von der Geschichte mitgenommen hat. Anschließend eröffnet Gremm mit dem lauten Scheppern einer Filmklappe die SchulKinoWoche und gab damit auch den Startschuss für den Film.

Workshops und Action

Im Anschluss gab es für die rund 200 Schüler noch Workshops wie „Wie entsteht ein Film?“ mit dem Produzenten Christian Becker und Seminare wie „Arbeiten mit visuellen Effekten“ mit Producerin Tina Kringer. Ein wenig Aktion am Greenscreen mit der Filmfigur Nepomuk konnten die Kinder mit Walter Hölz von der Bavaria Filmstadt erleben.

125 Kinos in Bayern machen mit

Noch bis zum 20. Juli werden in 125 Kinos in 116 bayerischen Städten Schülern pädagogisch wertvolle Filme gezeigt und mit Kursen sowie Nachgesprächen aufbereitet. 

Kohr

Auch interessant

Meistgelesen

+++ Blaulicht-Ticker für den Landkreis Fürstenfeldbruck
+++ Blaulicht-Ticker für den Landkreis Fürstenfeldbruck
Stichwahl in Puchheim: Werben um Stimmen entschleunigt
Stichwahl in Puchheim: Werben um Stimmen entschleunigt
Andreas Magg (SPD) und Maximilian Gigl (CSU) wollen auf den Olchinger Rathausthron
Andreas Magg (SPD) und Maximilian Gigl (CSU) wollen auf den Olchinger Rathausthron
Zur besseren Einteilung der Patienten: Vorsichtungszelt am Klinikum aufgebaut
Zur besseren Einteilung der Patienten: Vorsichtungszelt am Klinikum aufgebaut

Kommentare