Beschäftigung in der

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einer ersten Sitzung hat sich der neu gewählte Vorstand von Bündnis 90/die Grünen neben anderen Themen auch mit der jahrelangen Praxis der Kreisklinik, Personal nicht mehr direkt zu beschäftigen, befasst. Seit Jahren usus, wenn auch von Annette Louis, der Grünen Verwaltungsrätin der Kreisklinik immer kritisiert ist der Weg der „Ausgründung“. Die Klinik-Service GmbH beschäftigt unter anderem Pflegehilfs- und Verwaltungskräfte, die in der Klinik eingesetzt werden, aber nicht mehr dem Tarif des öffentlichen Dienstes unterliegen. Sylvia Huttenloher, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Kreistag berichtete dazu: Die Fürstenfeldbrucker Klinik Service Gesellschaft hat vorrangig das Ziel, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu schlechteren tariflichen Bedingungen als denen des öffentlichen Dienstes zu beschäftigen und somit Geld auf Kosten der Beschäftigten zu sparen. Außerdem sei diese Gesellschaft der Kontrolle des Verwaltungsrates entzogen. So kann nur schwer nachvollzogen werden, wie sich der gesamte Personaleinsatz in der Klinik verteile. Es fällt vor diesem Hintergrund schwer zu überprüfen, ob nicht Pflegehilfskräfte examinierte Krankenpflegekräfte ersetzen. Der Vorstand der Fürstenfeldbrucker Grünen kritisierte diese Praxis vehement: Es kann nicht angehen, dass MitarbeiterInnen eines kommunalen Unternehmens zu Dumping-Bedingungen beschäftigt werden. Auch vor dem Hintergrund einer verschärften Konkurrenzsituation im Klinikbereich ist es notwendig, auf ordentlich bezahlte Arbeitskräfte zu setzen. Denn der Ruf unserer Kreisklinik steht und fällt mit einem motivierten und leistungsgerecht entlohnten Personal. Die jüngsten Äußerungen von Landrat Karmasin, der auf die Kritik an der beschriebenen Praxis mit Äußerungen, es gebe keine finanziellen Mittel für ein Kuschelklima der Beschäftigten der Kreisklinik, ist zynisch und wird den tatsächlichen Verhältnissen in der Klinik nicht gerecht. Gerade kommunale Unternehmen wie die Kreisklinik haben eine Vorbildfunktion im Landkreis. „Wir können nicht von privaten Unternehmen faire Löhne und Arbeitsbedingungen fordern, oder kritisieren, dass viele Beschäftigte im Landkreis gezwungen sind als so genannte Aufstocker Arbeitslosengeld II zu beziehen, wenn wir in unseren eigenen Unternehmen nicht für eine gerechte Bezahlung und anständige Altersvorsorge für alle sorgen!“ fordert der Kreisvorstand der Grünen in FFB.

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