Landwirtschaftsausschuss des Bayerischen Landtags zu Besuch im Landkreis FFB

Grünes Zentrum Puch hat Vorbild-Charakter 

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(von links): Leiter des Amtes, Forstdirektor Hans-Jürgen Gulder, Schulleiter Alois Pfluger, Landtagsvizepräsident Reinhold Bocklet, Hauswirtschaftsleiterin Marianne Heidner, Vorsitzende des Landwirtschaftsausschusses MdL Albert Füracker.

Fürstenfeldbruck/Puch – Als „eine vorbildliche Einrichtung für ganz Bayern“ bezeichnete der Vorsitzende des Landwirtschaftsausschusses des Bayerischen Landtags, Albert Füracker (CSU), das Grüne Zentrum in Puch. Auf Einladung des Landtagsvizepräsidenten Reinhold Bocklet (CSU) besuchte Füracker mit einer Delegation des Landwirtschaftsausschusses am 14. Mai das Zentrum.

Am Rundgang durch das Grüne Zentrum mit dem Leiter des Amtes, Forstdirektor Hans-Jürgen Gulder, und dem Schulleiter Alois Pfluger sowie der Hauswirtschaftsleiterin Marianne Heidner nahmen auch der zuständige Wahlkreisabgeordnete Dr. Thomas Goppel (CSU) und die ehemalige Landesbäuerin Annemarie Biechl aus Rosenheim teil. Beim anschließenden Pressegespräch stellte Goppel kurz die Verdienste von Bocklet bei der Realisierung des Zentrums heraus, und Füracker bezeichnete in Anerkennung der Verdienste Bocklets das Grüne Zentrum gar als „Reinhold-Bocklet-Zentrum“. 

Den Mitgliedern des Landwirtschaftsausschusses einmal vorzustellen, was hier in Puch entstanden ist, sei der Zweck des Besuchs, eröffnete der Landtagsvizepräsident die Pressekonferenz. Bocklet ließ den Werdegang sowie die Schwierigkeiten und Hindernisse, die es bei der Entstehung des 14 Millionen Euro teuren Grünen Zentrums aus dem Weg zu räumen galt, in groben Zügen Revue passieren, wobei sich die Arbeit zwischen den beiden beteiligten Staatsbehörden als besonders mühselig gestaltete.

 Gleichzeitig stellte er den Vorbildcharakter heraus. Erstmals wurden in Puch von Staat, Landkreis, und Bauernverband die Aufgaben der Agrar- und Forstverwaltung, der Landwirtschaftsschule, der angewandten Agrarforschung und der bäuerlichen Selbsthilfeorganisationen in einer räumlichen Einheit zusammengefasst. „Mir ging es dabei auch darum, die Eigenständigkeit für den ländlichen Raum zu erhalten“, so Bocklet. Es gäbe sicherlich noch weitere Synergieeffekte zu erzielen, glaubt Albert Füracker, der Vorsitzende des Landwirtschaftsausschusses.

 In Anbetracht der immer geringeren Ressourcen müsse man sich auf dem Weg, wie könne man „Die“ Behörde für den ländlichen Raum zimmern, überlegen, ob nicht weitere Aufgaben z. B. das Veterinärwesen in diese Zentren verlagert werden können. Die Mitarbeiter fühlen sich wohl, die Bauern sehen das Grüne Zentrum als Wertschätzung an und auch die 700 Pucher Bewohner, die anfangs nicht so begeistert waren vom neuen Zentrum, ziehen inzwischen mit, teilte Hans-Jürgen Gulder mit. Der große Gewinn sei, dass man aus vorher vier Standorten nunmehr einen habe und damit Synergien geschaffen habe. „Fast ist das Zentrum schon wieder zu klein“, meinte Gulder und bemängelte, dass die Breitbandkapazität nicht optimal sei. Als Weg in die richtige Richtung bezeichnete auch die ehemalige Landesbäuerin Annemarie Biechl die Schaffung von Grünen Zentren in Bayern. In Puch sei alles optimal: architektonisch passe das Zentrum in die Landschaft und funktional sei es hervorragend, lobte sie das Grüne Zentrum in Puch. 

 Dieter Metzler

 

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