Erste Bürgerversammlung in Bruck

OB Raff steht Bürgern Rede und Antwort

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Oberbürgermeister Erich Raff stand den rund 50 Besuchern der Bürgerversammlung für die Stadtmitte nach seinem Jahresrückblick Rede und Antwort.

Die erste Bürgerversammlung des Brucker Oberbürgermeisters Erich Raff im neuen Jahr fand am 1. März im Kinosaal des Lichtspielhauses in der Maisacher Straße statt. Eingeladen waren die Bürger von FFB-Stadtmitte, Gelbenholzen, Lindach und Neulindach. Knapp 50 Brucker fühlten sich angesprochen – die Probleme der Bürger waren aber eher von harmloser Natur.

In seinem rund 45 Minuten dauernden Überblick über das aktuelle Stadtgeschehen sowie über die geplanten Projekte, ging Raff auf den Haushalt ein, erwähnte dabei die Investitionen von rund sieben Millionen Euro für 2018, berichtete vom Verkehrskonzept mit Schwerpunkt Radverkehr, streifte die Konversion Fliegerhorst und informierte über den Sachstand Sportzentrum III. 

Wofür ein zweites Feuerwehrgebäude?

Er verstehe nicht, warum Bruck ein zweites Feuerwehrgebäude benötige, eröffnete Andreas Rau aus der Friedrich-Ebert-Straße die Fragerunde der Bürger. Seiner Ansicht nach sei eine Wache ausreichend, zumal der Fliegerhorst eine eigene Feuerwehr habe. Raff klärte auf, dass der Fliegerhorst seit 2016 über keine Feuerwehr mehr verfüge. Nach dem Feuerwehrbedarfsplan seien der Stadt die Hände gebunden. Das Feuerwehrgebäude auf dem Fliegerhorst stehe im Übrigen auf Maisacher Flur, so dass Bruck nicht darüber verfügen könne. Über benachbarte Feuerwehren habe man ebenso wenig ein Verfügungsrecht, und das Gericht habe der Stadt bereits nahegelegt, zeitgerecht zu handeln. 

Zebrastreifen in der Pucher Straße

Franz Nierlein aus der Dr.-Lorenz-Lampl-Straße erkundigte sich nach einem Antrag aus dem Jahr 2014 über einen Zebrastreifen in der Pucher Straße in Höhe des Gehwegs zum Viehmarktplatz. Er habe zwar einen positiven Bescheid erhalten, dass ein Fußgängerüberweg errichtet werde, aber bis heute habe sich nichts getan. Mit dem Zebrastreifen sollte eine Mittelinsel mit entstehen, doch man habe festgestellt, dass die Maß- nahme nicht zu realisieren sei, weil sich genau gegenüber die Einfahrt zu einem Grundstück befinde, erklärte Raff. Eine Verlegung des Überwegs stadteinoder stadtauswärts werde man nochmals prüfen, versprach er. Trotz Einrichtung der 30iger-Zone wünschte sich Nierlein einen Zebrastreifen in der Philipp-Weiß-Straße wegen der Schulkinder. Dem Wunsch musste Raff wegen bestehender Richtlinien ablehnen. Doch Nierlein gab nicht auf und forderte Schulweghelfer. „Da haben wir dringenden Bedarf“, nutzte Raff die Gelegenheit und warb unter den Besuchern. 

Kein Räumdienst in der Adolf-Kolping-Straße

Karl Meppe aus der Adolf-Kolping-Straße beschwerte sich, dass seit acht Jahren die Stadt die Straße nicht mehr kehre. Man werde angehalten im Winter Schnee zu räumen und im Sommer die Büsche zu schneiden, doch die Stadt komme ihren Verpflichtungen nicht nach. Der Dreck sei inzwischen so hoch, dass man den Randstein nicht mehr erkenne. Das Problem sind parkende Fahrzeuge, die die Kehrmaschinen behindern, beantwortete Raff die Beschwerde. Vergangenes Jahr habe die Stadt deshalb Straßenzüge rechtzeitig für den Tag der Reinigung mit Halteverbotsschildern versehen. Dennoch waren die Straßen auch nicht immer frei. „Wie sollen wir da vernünftig reinigen?“ 

Umbennenung der Straßennamen

Wolfgang Smarczyk aus der Kögelstraße wollte wissen, wann die Umbenennung der Straßennamen mit nationalsozialistischer Vergangenheit vor dem Fliegerhorst endgültig vom Tisch ist. Es soll am 7. März im Kultur- und Werkausschuss entschieden werden, teilte Raff mit. Ein Schlussstrich soll am 24. April im Stadtrat gezogen werden. 

250 Wohnungen auf dem Gelände des ehemaligen Grimmplattenwerks?

Was ist an dem Gerücht dran, dass auf dem Gelände des ehemaligen Grimmplattenwerks 250 Wohnungen entstehen sollen, fragte Ingrid Schmid aus Neulindach den OB. Er wisse nur, dass dieses Grundstück zu Verkauf stehe, antwortete Raff. Der Grund gehöre zwei Besitzern. „Der eine will so, der andere will so“, sagte Raff. Dann tauchte gar ein Dritter auf, ihm gehöre alles. Doch einen Tag später widerrief er seine Aussage. Es müsse erst einmal ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Es gebe grobe Überlegungen, was mit dem Grund geschehen soll, aber Wohnungen in dieser Größenordnung seien ihm nicht bekannt.

Anwohner-Parkausweise nicht möglich

 „Vor einem Jahr wurden wir mit der neuen Psychiatrie beglückt“, beschwerte sich Franz Forstner aus der Danziger Straße über die zugeparkten Straßen durch die Bediensteten der Anstalt. Nach einer Veranstaltung mit dem Geschäftsführer der Psychiatrie, dem Krankenhausleiter und dem Leiter des benachbarten Amtsgerichts sind Lösungen angedacht, teilte Raff dazu mit. Hermine Wagner-Buba aus der Dachauer Straße schlug Anwohner-Parkausweise vor und Jürgen Müller eine zeitliche Beschränkung des Parkens. Anwohner-Parkausweise sind rechtlich nicht möglich, erwiderte der OB. Das sei geprüft worden und eine zeitliche Begrenzung haben die Anwohner nach einer Online-Befragung abgelehnt. 

Dieter Metzler

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