Hohe Besucherzufriedenheit

Besucherumfrage des Veranstaltungsforums ergibt durchweg gute Ergebnisse

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Momentan ein stiller Ort: Das Brucker Veranstaltungsforum

Fürstenfeldbruck - Eine hohe Gästezufriedenheit, erfolgreiche Kulturreihen und gut besuchte Veranstaltungen von überregionaler Bedeutung – Norbert Leinweber könnte eigentlich zufrieden sein und doch blickt der Werkleiter des Veranstaltungsforums sorgenvoll auf das laufende Jahr. Die Corona-Krise trifft auch Fürstenfeld mit voller Wucht.

Auch in seinem 18. Betriebsjahr war das Veranstaltungsforum weiterhin das gefragteste Kultur- und Tagungszentrum in der Region. Die Publikumsresonanz stellt sich erfreulich positiv dar. Einer Besucherumfrage zufolge, die vom 12. September bis zum 26. Dezember 2019 durchgeführt wurde, äußerten sich in Bezug auf die Qualität der Veranstaltungen 94 Prozent als zufrieden bis sehr zufrieden. Ähnlich zufrieden zeigten sich die Teilnehmer mit der Vielfalt des Angebotes und 99 Prozent der Besucher würden das Veranstaltungsforum weiterempfehlen.

Fürstenfelder Klaviersommer kam gut an

Den Hauptteil der Umfrageteilnehmer bildete die Altersgruppe der 45-60 Jährigen mit 44 Prozent, gefolgt von den 61-70 Jährigen. Deutlich weniger Teilnehmer gab es in den Altersgruppen unter 45 sowie über 70 Jahren, die mit insgesamt 29 Prozent weniger als ein Drittel dar stellten. Rund 69 Prozent identifizierten sich als weiblich, 30 Prozent als männlich und ein knappes Prozent als divers. Inhaltliche Schwerpunkte des laufenden Betriebs waren in 2019 die Abo-Reihen, welche im letzten Jahr um den „Fürstenfelder Klaviersommer“ erweitert wurden. Mit rund 1.000 Besuchern wurde dieser „sehr gut angenommen“ und hätte die Erwartungen voll erfüllt, so Leinweber. Man wolle diese Reihe auch im laufenden Jahr mit attraktiven Konzerten weiterführen. 

Leinweber: "Corona-Verordnung trifft uns hart"

Darüber hinaus plane man das alle zwei Jahre stattfindende Internationale Tanzfestival dancefirst weiterzuentwickeln und „Fürstenfeld zum Hotspot des Modern Dance zu machen.“ Doch was wann in welchem Maße überhaupt stattfinden kann, ist momentan völlig ungewiss. Bereits bei seiner Präsentation vor dem Kultur- und Werkausschuss gab Leinweber bekannt, dass aufgrund der Corona-Krise schon zahlreiche Veranstaltungen abgesagt wurden, unter anderem der Fürstenfelder Ostermarkt, die Erlebniswelt Fliegenfischen oder die ANIMUC, zu der jedes Jahr Manga-Fans aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland anreisen. „Die Corona-Verordnung trifft uns hart“, klagte Leinweber. 

Natürlich gehe die Gesundheit vor, aber die Umsatzausfälle wären markant. Konkrete Zahlen wollte der Werkleiter im öffentlichen Teil der Sitzung nicht nennen, doch wenn Märkte und Messen mit deutlich über 1.000 Besuchern erstsatzlos entfallen, dürften Verluste in einer nicht unerheblichen Größenordnung zu erwarten sein. Hinzu kommen zahlreiche Tagungen, die von Firmen storniert wurden. Zwar würde man den Mietausfall ersetzt bekommen, allerdings nicht die Nebenkosten, welche sich aus Bestuhlung, Technik und bereitgestelltem Personal ergeben. „Bewegte man sich 2019 noch exakt im Haushaltsrahmen, wird dies 2020 aufgrund der Corona-Krise sicher nicht passieren“, prognostizierte Leinweber. 

Peter Fischer

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