Rundum-Erneuerung der Stadtbibliothek

Bücherei im Wandel

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Fürstenfeldbruck - Da tut sich einiges: In der Stadtbibliothek Fürstenfeldbruck stehen Änderungen an. Das fängt beim Logo an und hört bei der Umgestaltung des Eingangsbereiches noch lange nicht auf.

Die Bücherei-Nutzer sowie die Ausleihen gehen zurück. 2014 liehen sich 6.676 Benutzer 406.241 Bücher und Medien aus. 2015 waren es 263 aktive Nutzer und 12.119 Ausleihen weniger. „Seit ein paar Jahren ist dieser kleine Trend zu beobachten“, nahm Bibliotheks-Leiterin Diana Rupprecht Stellung zur Statistik für 2015, die sie im März dem Kultur- und Werksausschuss vorstellte. Grund dafür nennt Rupprecht die immer günstiger werdenden Streaming-Angebote im Internet. Noch sei sie nicht beunruhigt deswegen. Beim Vergleich mit 49 anderen bayerischen Bibliotheken ähnlicher Größenordnung belegt Fürstenfeldbruck bei Entleihungen pro Einwohner und Umsatz den zweiten und bei der Kennzahl der Benutzer pro Einwohner den vierten Platz. „Das nimmt einem die ganz große Beklemmung“, sagte Rupprecht. Doch Gedanken mache sie und ihr Personal sich natürlich trotzdem.

Ergebnisse der Umfrage 

Bei einer Umfrage mit 392 Bücherei-Besuchern wollte sie herausfinden, wo es hackt. „Ich habe mir mehr Erkenntnisse daraus erhofft“, gesteht Rupprecht, die seit 2006 an der Spitze der Bibliothek steht. Laut Umfrage seien die Besucher nämlich hauptsächlich zufrieden. Nur an der Auswahl von Sach- und Fachbücher mangle es etwas. Außerdem ging hervor, dass der Großteil der Nutzer die Online-Angebote der Bücherei nicht kennen. „Das werden wir die nächste Zeit stärker bewerben“. Eine solche Befragung soll nun alle drei Jahre durchgeführt werden. „Erst dann sehen wir die Entwicklung.“ Die größte Erkenntnis: „Wir müssen eine Umfrage mit denjenigen machen, welche die Bibliothek nicht nutzen.“ Wie diese Bürger zu erreichen sind, wird sie überlegen müssen.

Neues Logo und neue Internetseite

Unabhängig von Statistiken und Umfragen gibt es einige Änderungen die 2016 und 2017 umgesetzt werden. Denn laut Diana Rupprecht wurde seit 26 Jahren nicht viel an der Bücherei in der Aumühle verändert. „Es wird Zeit aufzufrischen“, bestärkte sie. Den Anfang macht das neue Logo. Weil die Internetseite der Bibliothek erneuert wird, sei das die Gelegenheit gewesen ein neues Logo einzuführen. Das Neue habe bewusst Ähnlichkeit mit dem Alten. „Wir wollten etwas moderneres, aber nicht etwas ganz anderes“, erklärte Rupprecht. Das Klassische und Historische des Gebäudes sollte das neue Logo weiterhin widerspiegeln. Die neue Internetseite werde noch in diesem Jahr online gehen.

Neuste Technik ab 2017

Die größte Veränderung, die schon länger geplant wird, ist die Umgestaltung des Eingangsbereiches. Auch dazu legte die 36-Jährige dem Kultur- und Werksausschuss Papiere vor. Die Stadträte wollten einen Kostenvoranschlag. Die Renovierung des Eingangsbereiches soll etwa 122.000 Euro kosten. Für die Hard- und Software sowie Installation für ein RFID-System kommen weitere 132.200 Euro hinzu. Die sogenannten Chips der RFID-Technologie (englisch für radio-frequency identification) sollen den Bücherei-Benutzern das Finden der Medien erleichtern sowie das selbstständige Ausleihen an Terminals ermöglichen. Die Rückgabe würde weiterhin am Schalter passieren. Außerhalb der Öffnungszeiten könnten Nutzer ihre Medien bei einer Art Klappe zurückbringen.

Der Gesamtsumme von 254.200 Euro wurde einstimmig befürwortet Als nächstes werde eine Firma für die RFID-Technologie gesucht. 2017 soll die Empfangsfläche mit dem neuen System umgesetzt werden. Diana Rupprecht wünscht sich vor allem einen helleren und freundlicheren Eingangsbereich. „Trotz der neuen Technik soll die Theke mit den Mitarbeitern in der Nähe bleiben“, lies sie wissen.

Mehr Zeit für anderes

Weil die Mediensuche und der Ausleih-Schalter durch das Chip-System wegfallen würden, erhofft sich die Leiterin, dass die 13 Bibliothek-Mitarbeiter Zeit für andere wichtige Dinge finden werden. Als Beispiel nannte sie Führungen mit Kindern und Jugendlichen, Schreiben von Buch-Empfehlungen, Präsentieren von Themengebieten und vielem mehr. Also Dinge, die sich auf Nutzer- und Ausleih-Zahlen auswirken würden. Bilderstrecke zu den Umfrageergebnissen im Internet

Miriam Kohr

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