Entwicklung während Corona-Pandemie

Bibliothek in Aumühle bleibt geöffnet: Digitale Angebote gewinnen zunehmend an Bedeutung

Die Brucker Stadtbibliothek in der Aumühle unter blauem Himmel
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Weiterhin geöffnet: Die Brucker Stadtbibliothek. Das Lesecafé bleibt wegen des Teil-Lockdowns jedoch mindestens bis 30. November geschlossen.

Fürstenfeldbruck – Die Brucker Stadtbibliothek bleibt mit Ausnahme des Lesecafés zwar auch während des Lockdowns geöffnet, doch die Einschränkungen machen sich bemerkbar.

Veranstaltungen können wegen der Kontaktbeschränkungen vorerst nicht mehr vor Ort durchgeführt werden. Stattdessen setzt Bibliotheksleiterin Diana Rupprecht verstärkt auf digitale Angebote.

Bibliotheksleiterin berichtet im Kulturausschuss

Nach dem ersten Lockdown und der allgemeinen Zurückhaltung aufgrund der Corona-Pandemie kehrte im Sommer die Lebendigkeit in die Stadtbibliothek und das Lesecafé zurück. Erste Veranstaltungen für Kinder und Erwachsene konnten mit kleinerer Teilnehmerzahl und unter Beachtung der Hygienevorschriften erfolgreich durchgeführt werden. „Die Freude darüber war den Besuchern und Mitarbeitern deutlich anzumerken“, wie Rupprecht den Mitgliedern des Kultur- und Werkausschusses mitteilte.

Vorträge und Lesungen online

Doch der neuerliche Teil-Lockdown schränkt das Angebot der Veranstaltungen wieder stark ein. Zwar können Führungen für Schulklassen weiterhin durchgeführt werden, jedoch nur außerhalb der regulären Öffnungszeiten und Vorträge oder Vorlesestunden finden wegen der aktuellen Kontaktbeschränkungen gar nicht mehr vor Ort statt. So werden zwei Veranstaltungen für Erwachsene stattdessen online übertragen. Sowohl der Vortrag über Rassismus, als auch ein Erzählcafé werden über die Video-Plattform Zoom organisiert.

Normaler Betrieb kaum eingeschränkt

Der reguläre Bibliotheksbetrieb dagegen kann unter Einhaltung der geltenden Hygienevorschriften ganz normal aufrecht erhalten werden. Um Kontakte zu vermeiden, können Besucher ihre Bücher oder DVDs auch an einer der drei elektronischen Ausleihstationen selbst verbuchen. Die Rückgabe kann auch außerhalb der Öffnungszeiten über den Rückgabeautomaten im Eingangsbereich erfolgen. Lediglich das Lesecafé bleibt bis mindestens 30. November geschlossen.

eBooks immer beliebter

Rupprecht erkennt jedoch auch Chancen. Mit digitalen Angeboten könne man neue Zielgruppen erreichen, vor allem unter Jugendlichen, und digitale Medienkompetenz vermitteln. Dass diese angenommen werden, beweisen die Zahlen aus dem ersten Lockdown, in dem die Bücherei vom 17. März bis 8. Mai geschlossen war. Allein während dieses Zeitraumes wurden 638 eBooks und eAudios der Kinder-App „TigerBooks“ ausgeliehen.

Mobile Bibliothek

Allen, die Bücher und andere Medien ausleihen möchten, aus gesundheitlichen Gründen aber nicht in der Lage sind, selbst in die Bibliothek zu kommen, wird in Zusammenarbeit mit dem LiB Mehrgenerationenhaus ein kostenloser Liefer- und Abholservice angeboten. Interessierte können sich persönlich oder telefonisch in der Stadtbibliothek melden, um gemeinsam eine Liste der gewünschten Medien (Bücher, Zeitschriften, Hörbücher, DVDs und mehr) zu erstellen. Ein ehrenamtlicher Pate bringt das Paket dann nach Hause und holt es am Ende der Leihfrist auch wieder ab.
Peter Fischer

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