Das "Herzstück" der neuen Energiezentrale in Germering traf am 26. Februar mit einem Spezialtransport  ein 

Blockheizkraftwerk: Was lange währt... 

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Ortstermin in Germering mit OB Andreas Haas (CSU) und weiteren offiziellen Vertretern.

Germering – Der Bau des neuen Blockheizkraftwerks (BHKW) der Stadt im Germeringer Norden am Kreisverkehr vor dem Hagebaumarkt, der zunächst nicht so recht voranschritt, geht nun endlich seiner Fertigstellung entgegen. Die Energiezentrale füllt sich mehr und mehr mit Technik. Davon konnten sich bei einem Ortstermin am 26. Februar Oberbürgermeister Andreas Haas (CSU), seine beiden Stellvertreter Wolfgang Andre (CSU) und Helmut Ankenbrand (SPD), sowie Umweltreferentin Angelika Kropp-Dürr (Grüne) und Energiereferent Alfred Streicher (ÖDP) überzeugen. 

Das „Herzstück“ der neuen Energiezentrale, das leuchtend grüne BHKW, das von einer österreichischen Firma gebaut wurde, traf am 26. Februar mit einem Spezialtransport in Germering ein. Vor Ort hievte ein bereitstehender Spezialkran das zehn Tonnen wiegende Maschinenteil vom Transporter zum Eingang des Energiezentrums, wo es langsam wieder zur Erde gelassen wurde. Auf Transportrollen wurde es anschließend an seinen Bestimmungsort ins Gebäude gerollt. Dort wird das BHKW in den nächsten Tagen angeschlossen. Monatelang musste sich die Stadt Germering zuvor allerdings in Geduld üben, bis die Regierung von Oberbayern die Baugenehmigung erteilt hatte.

 Nach dem Spatenstich im August des vergangenen Jahres ging es dann aber zügig voran. Die ursprünglich für Dezember geplante Inbetriebnahme konnte jedoch nicht gehalten werden. Jetzt sind die Stadtwerke als Betreiber aber zuversichtlich, dass das BHKW in der zwölften Kalenderwoche und nach einem zweiwöchigen Probelauf in Betrieb genommen werden kann.

Die Gesamtkosten der Energiezentrale belaufen sich auf etwas knapp unter drei Millionen Euro. An einem Tag erzeugt dann das mit Biogas betriebene BHKW soviel Energie, wie ein Einfamilienhaus in einem Jahr verbraucht. Tatsächlich werden über das Nahwärmenetz aber keine Einfamilienhäuser mit Wärme versorgt, sondern das in direkter Nachbarschaft liegende Gewerbegebiet „Germeringer Norden“, sowie die Neubauten der Germeringer Einkaufspassagen (GEP). Mit dem BHKW und der auf dem Dach vorgesehenen Photovoltaikanlage wird zusätzlich regenerativer Strom erzeugt, der neben der Nutzung für den Eigenbetrieb der Energiezentrale auch ins öffentliche Netz eingespeist wird. Strom für rund 1.000 Haushalte. Durch den Einsatz von Biomethan als Brennstoff werden pro Jahr ca. 1.660 Tonnen CO2 eingespart. 

Dieter Metzler

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