Geistig verwirrter 22-jähriger stach bei Nachbarschaftsstreit mit einem Messer auf einen 35-jährigen ein – Opfer notoperiert und außer Lebensgefahr 

Versuchtes Tötungsdelikt in Puchheim 

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Die Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck und die Staatsanwaltschaft München II ermitteln wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts in Puchheim.

Puchheim – Ein 35-jähriger Mann in Puchheim ist im Verlauf eines Nachbarschaftsstreits am Montagmorgen, 27. 7. 2015 von einem 22-jährigen mit einem Messer angegriffen worden und erlitt mehrere Stiche in den Oberkörper. Der mutmaßliche Täter - er steht unter gerichtlicher Betreuung -  konnte in der Wohnung seiner Mutter festgenommen werden. Nachbarn hatten mutig in den Streit eingegriffen. Das schwer verletzte Opfer befinde sich nach einer Notoperation außer Lebensgefahr, teilte das Polizeipräsidium Obb. Nord am Dienstagnachmittag,  28. 7. mit. 

Am Montagmorgen, 27.07.2015, kam es in einem Mehrfamilienhaus in Puchheim in Folge eines Streits zu einer tätlichen Auseinandersetzung, in deren Verlauf ein 35-jähriger Mann schwer mit einem Messer verletzt wurde. Der mutmaßliche Täter konnte kurz nach der Tat in einer nachbarschaftlichen Wohnung festgenommen werden. Die Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck und die Staatsanwaltschaft München II ermitteln wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts.

 Kurz nach 08.00 Uhr morgens eskalierte in der Wohnung des Geschädigten ein Nachbarschaftsstreit. In Folge dessen griff ein 22-jähriger Mann sein Opfer an und stach mehrfach mit einem Messer in dessen Oberkörper. Wie inzwischen bekannt wurde, muss es wohl am frühen Morgen zu einer Ruhestörung in der Wohnanlage gekommen sein. Der 35-jährige Nachbar klopfte deshalb an die Wohnungstür des 22-jährigen.  Dieser öffnete zunächst nicht. Während der Nachbar in seine Wohnung zurückging, war ihm der 22-jährige jedoch gefolgt und sprühte dem 35-jährigen Pfefferspray ins Gesicht. Zugleich stach der 22-jährige, geistig verwirrte junge Mann   mit einem  Küchenmesser (Gesamtlänge 15 cm), das er mit sich führte, auf den Nachbarn ein, dessen Freundin Zeugin des Angriffs wurde. 

Nachbarn, die sofort auf den Streit aufmerksam wurden, griffen ein und konnten durch ihr entschlossenes Handeln Schlimmeres verhindern. Der Tatverdächtige junge Mann flüchtete daraufhin in die Wohnung seiner Mutter und konnte dort wenig später von einer Streife der Polizeiinspektion Gröbenzell widerstandslos festgenommen werden. Er wurde am Dienstag, 28. 7.  auf Antrag der Staatsanwaltschaft München II dem Ermittlungsrichter wegen des Verdachts eines Tötungsdelikts vorgeführt. Da der 22-jährige wegen seiner psychischen Verfassung  schon längere Zeit einer gerichtlichen Betreuung unterliegt und  Zweifel an der Schuldfähigkeit des Tatverdächtigen zur Tatzeit bestehen, wurde ein Unterbringungsbefehl in die Psychiatrie erlassen. 

Das schwer verletzte Opfer befindet sich nach einer Notoperation außer Lebensgefahr.

redkb

 

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