Ein paar Anwohner konnten über Nacht nicht ihre Wohnung - Ins Krankenhaus musste niemand

Wohnhaus wird evakuiert

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Mit speziellem Werkzeug musste die Germeringer Feuerwehr anrücken, um den Dehnfugenbrand zu löschen.

Fürstenfeldbruck – Einen Brand, der zunächst nicht leicht zu finden war, mussten die Feuerwehren Bruck, Puch und Germering am 6. Dezember löschen.

Ein Anwohner der Dachauer Straße im zweiten Stock bemerkte kurz nach 21 Uhr Rauch aus der Lüftungsklappe unter seiner Badewanne und informierte die Polizei. Auf der Suche nach der Ursache öffnete daraufhin die Feuerwehr die darunter liegenden Decken im ersten Stock sowie Erdgeschoss. Da dies keinen Aufschluss brachte, woher der Rauch rührte, erhöhte die Brucker Feuerwehr die Alarmstufe und rief zunächst Kollegen aus Puch zur Unterstützung. Nachdem im Gebäude ein positiver Test auf Kohlenmonoxid durchgeführt wurde, räumten die Einsatzkräfte zunächst das Gebäude. Auch eine anschließende Kontrolle des Kellers, brachte keine Klarheit. Die Feuerwehrler standen vor einem Rätsel.

Erst als sie durch Zufall auf eine Rauchentwicklung in einer Dehnfuge , ein Zwischenraum zwischen zwei Bauteilen, im Treppenhaus aufmerksam wurden, kam man dem Brand auf die Schliche. Eine Baufirma hatte beim Schweißen von Bitumenfolie die Dichtungsmasse in einer dieser Fugen entzündet. Mit Unterstützung der Germeringer Feuerwehr, bei der spezielles Werkzeug für derartige Brände stationiert ist, konnte das Feuer gegen Mitternacht gelöscht werden. Auch nach dem Löschen des Brandes war in vier Wohnungen der Kohlenmonoxid-Gehalt immer noch so hoch, sodass die Bewohner über Nacht nicht in ihre Wohnungen zurück konnten und bei Freunden und Bekannten unterkommen mussten. Erst am nächsten Morgen konnten sie ihre vier Wände wieder betreten, nachdem ein Kontrolltest der Feuerwehr gegen 8 Uhr keine erhöhten Werte mehr erfasste. Gegen die Baufirma wird nun laut Polizei wegen fahrlässiger Brandstiftung ermittelt.

Felix Hamann

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