Brandschaden in Höhe von 1 Million Euro in Gernlinden - 40 Pferde aus Reitstall gerettet – Brandstiftung nicht ausgeschlossen

Der Brandschauplatz in Gernlinden: Dort kam es in der Nacht von 14. auf 15. März zum Brand einer Reithalle und Maschinenhalle in einem landwirtschaftlichen Anwesen. Foto: priv.

40 Pferde konnten Feuerwehrleute beim Brand eines Pferdestalls mit Reithalle in in der Nacht vom 14. auf 15. März in Gernlinden, Kreis Fürstenfeldbruck, in Sicherheit bringen. Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste waren gegen 0.30 Uhr zu dem freistehenden landwirtschaftlichen Anwesen in der Palsweiser Straße in Gernlinden gerufen worden. Der Brandschaden wird auf ca. 1 Million Euro geschätzt. Die Löschungsarbeiten dauerten längere Zeit an. Inzwischen schließt die Kripo auch Brandstiftung nicht mehr aus.

Die Rettungskräfte stellten fest, dass zwei unmittelbar aneinander angrenzende Hallen auf dem nordöstlich von Gernlinden gelegenen Anwesen in Brand geraten waren. Eines der Gebäude war eine Reithalle, bei dem zweiten handelte es sich um eine Maschinenhalle in der diverse landwirtschaftliche Maschinen, sowie Heu gelagert waren. Trotz des schnellen Eingreifens der mit rund 140 Einsatzkräften angerückten Feuerwehren aus Gernlinden und den umliegenden Orten brannten die beiden je ca. 25 x 15 Meter großen Hallen vollständig nieder. Das Übergreifen des Feuers auf einen Pferdestall konnten die Feuerwehren verhindern, jedoch mussten rund 40 Pferde aus diesem evakuiert werden. Der Brandschaden beträgt nach ersten Schätzungen ca. 1 Million Euro. Die Ermittlungen in diesem Brandfall, dessen Ursache noch unklar ist, wurden von der Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck übernommen. Nachdem zunächst davon ausgegangen wurde, dass keine Personen verletzt wurden, hat sich inzwischen nach neuesten Erkenntnissen herausgestellt, dass sich doch vier Menschen durch direkte oder indirekte Auswirkungen des Brandes Verletzungen zugezogen haben. Der Betreiber des Reiterhofes und dessen Sohn erlitten bei ihren Rettungsbemühungen Rauchvergiftungen und mussten am frühen Morgen zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden. Die Tochter wurde von einem Pferd zu Fall gebracht und zog sich eine Platzwunde und Prellungen zu. Zudem erlitt ein zur Hilfe herbei geeilter Nachbar eine Verletzung an der Hand. Die ersten Untersuchungen der Brandfahnder der Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck ergaben, dass der Brand wohl in der sogenannten Bergehalle ausgebrochen ist. In dieser Halle waren diverse landwirtschaftliche Maschinen und Arbeitsgeräte und mehrere tausend Strohquaderballen gelagert. Anhaltspunkte für einen technischen Defekt oder andere Brandursachen konnten die Ermittler bisher nicht finden. Deshalb ist eine Brandstiftung nach derzeitigem Stand der Ermittlungen nicht auszuschließen. Zeugen, die in der Nacht am oder im Umfeld des Brandortes Beobachtungen gemacht haben, sind aufgerufen sich unter der Telefonnummer 08141/612-0 bei der Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck zu melden.

Auch interessant

Meistgelesen

Ballenpresse fängt Feuer
Ballenpresse fängt Feuer
Mit Picknickkorb zum Kloster
Mit Picknickkorb zum Kloster
Kran durchbricht Fenster und schüttet Beton in Wohnung
Kran durchbricht Fenster und schüttet Beton in Wohnung
Grundschüler ernten und kochen gemeinsam
Grundschüler ernten und kochen gemeinsam

Kommentare