Bürgermeister für den Frieden setzen sich für Unterzeichnung des Atomwaffenverbotsvertrags ein

Bruck zeigt Flagge gegen Atomwaffen

Die gehisste Flagge symbolisiert den Einsatz des Netzwerkes für eine friedliche Welt ohne Atomwaffen.
+
Die gehisste Flagge symbolisiert den Einsatz des Netzwerkes für eine friedliche Welt ohne Atomwaffen.

Fürstenfeldbruck – Oberbürgermeister Erich Raff lässt auch heuer wieder vor dem Rathaus an der Hauptstraße die Flagge des weltweiten Bündnisses Mayors for Peace (Bürgermeister für den Frieden), bei dem die Stadt seit einigen Jahren Mitglied ist, hissen. Sie symbolisiert den Einsatz des Netzwerkes für eine friedliche Welt ohne Atomwaffen. In Fürstenfeldbruck bleibt die Flagge zudem über den Hiroshima-Gedenktag am 6. August hängen.

Heuer begehen die deutschen Mayors for Peace am Flaggentag ein Doppeljubiläum: Vor 25 Jahren, am 8. Juli 1996, veröffentlichte der Internationale Gerichtshof in Den Haag ein Rechtsgutachten und stellte fest, dass die Androhung des Einsatzes und der Einsatz von Atomwaffen generell gegen das Völkerrecht verstoßen. Es bestehe eine völkerrechtliche Verpflichtung, „in redlicher Absicht Verhandlungen zu führen und zum Abschluss zu bringen, die zu nuklearer Abrüstung in allen ihren Aspekten unter strikter und wirksamer internationaler Kontrolle führen.“ Damit stehe das Gutachten gleichsam am Anfang eines „Nach-Nuklearen“ Zeitalters.

Um an dieses wegweisende Gutachten zu erinnern, führte die Landeshauptstadt Hannover als Vizepräsidentin der Mayors for Peace vor genau zehn Jahren den Flaggentag in Deutschland ein. Mittlerweile beteiligen sich deutschlandweit rund 400 Städte und zeigen am 8. Juli Flagge gegen Atomwaffen. Zahlreiche Friedensinitiativen begleiten diesen Tag mit vielfältigen Aktionen.

Atomwaffenverbotsvertrag

In diesem Jahr steht der im Januar 2021 in Kraft getretene Atomwaffenverbotsvertrag im Fokus des Flaggentages. Die Atommächte haben den Vertrag nicht unterzeichnet, und auch Deutschland ist dem Verbotsvertrag bislang nicht beigetreten. Weltweit appellierten die Mayors for Peace daher an ihre jeweiligen Staaten, den Atomwaffenverbotsvertrag zu unterzeichnen, so auch in Deutschland an diesem Flaggentag.

„Wir wollen damit ein sichtbares Zeichen gegen nukleare Massenvernichtungswaffen setzen“, so Oberbürgermeister Erich Raff. Noch immer verfügen die Atommächte über schätzungsweise 13.080 Atomwaffen. Nuklearwaffenarsenale werden modernisiert, mehr Waffen als bisher werden einsatzbereit gehalten. Diese Bedrohung müsse ein Ende finden. „Deshalb setzen wir uns am Flaggentag für die Abschaffung der Atomwaffen ein. Wir wollen, dass auch Deutschland dem Atomwaffenverbotsvertrag beitritt“, so der Rathauschef. Auf dem Weg dorthin sollte Deutschland als Beobachter an der ersten Vertragsstaatenkonferenz zum Atomwaffenverbotsvertrag Anfang 2022 teilnehmen.

red

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Corona im Landkreis FFB: Inzidenz bei 13,18 - sechs Neuinfizierte
Fürstenfeldbruck
Corona im Landkreis FFB: Inzidenz bei 13,18 - sechs Neuinfizierte
Corona im Landkreis FFB: Inzidenz bei 13,18 - sechs Neuinfizierte
Qualifizierung zum OGS Koordinator
Fürstenfeldbruck
Qualifizierung zum OGS Koordinator
Qualifizierung zum OGS Koordinator
Regionale Energievereine organisieren autofreien Sonntag
Fürstenfeldbruck
Regionale Energievereine organisieren autofreien Sonntag
Regionale Energievereine organisieren autofreien Sonntag
Problemkreuzung wird entschärft
Fürstenfeldbruck
Problemkreuzung wird entschärft
Problemkreuzung wird entschärft

Kommentare