25 Brucker Ärzte beim bundesweiten Streik-Auftakt in München beteiligt - Auftritt auf dem Hubschrauber-Landeplatz des Klinikums

Keinen Zweifel ließen die Ärzte der Kreisklinik in Fürstenfeldbruck an ihrer Streikbereitschaft für bessere Arbeitsbedingungen und mehr Gehalt aufkommen und schlossen sich dem eine Woche lang andauernden bundesweiten Streik an, zu dem der Marburger Bund aufgerufen hatte. Mit mehreren Streik-Aktionen machten die Klinik-Ärzte in den vergangenen Tagen auf ihre Missstände aufmerksam. So nahmen ca. 25 Brucker Ärzte an der zentralen Auftakt-Veranstaltung am 17. Mai in der bayerischen Landeshauptstadt teil. Vor ihrer Abfahrt nach München demonstrierten die Brucker Mediziner vor der Notaufnahme der Kreisklinik, um auch vor Ort auf ihre Forderungen öffentlich aufmerksam zu machen. Am Mittwoch begaben sie sich auf den Hubschrauber-Landeplatz der Klinik und protestierten in luftige Höhe, sozusagen sichtbar für alle Landkreis-Bewohner.

Mit Fahnen, Transparenten und Trillerpfeifen zogen die Mediziner am Donnerstag, 20. 5. von der Klinik ins Stadtzentrum und am Freitag wollten sie zum Abschluss in ihren weißen Kitteln eine Radtour mit ihren Transparenten durchführen. „Es muss einfach was passieren“, so der Kreisvorsitzende des Marburger Bundes und zugleich Personalrats-Vorsitzende, Dr. Holger Geißler, der sich von den öffentlichen Streik-Aktionen Wirkung erhofft. Selbst die Ernährung der Krankenhaus-Ärzte lasse zu wünschen übrig. „Die Kollegen sitzen vor ihren Computern, ziehen eine Semmel und eine Cola aus dem Automaten“, so Dr. Geißler. „Wenn nichts passiert, werden wir in der medizinischen Versorgung massive Probleme bekommen.“ Immer mehr junge Ärzte würden ins Ausland abwandern, weil sie dort bessere Arbeitsbedingungen vorfinden, so Streikleiter Dr. Geißler. „Wir arbeiten am Anschlag, die Wertschätzung ärztlicher Arbeit nimmt immer weiter ab“, ist der einhellige Tenor. Die dramatische Unterbesetzung auf den Stationen führe nicht nur zur Überbelastung der vorhandenen Ärzte, sondern letztlich auch zu einer massiven Beeinträchtigung der Patientenversorgung. Die hauptsächliche Forderung der Klinikärzte beinhaltet eine spürbare Erhöhung ihres Gehalts vor allem für die Bereitschaftsdienst- und Nachtarbeit.

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