Umwelt- und Verkehrsausschuss

Bruck schließt sich dem Mobilitätskonzept des Landkreises an

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Beim Carsharing wurde gegen die Stimmen von CSU und Freie Wähler beschlossen, einen möglichst hohen Anteil an Elektrofahrzeugen einzusetzen.

In der Frage nach zukunftsfähigen Mobilitätskonzepten setzt die Stadt auf eine landkreisübergreifende Lösung.

Fürstenfeldbruck – Hierzu fasste der Umwelt- und Verkehrsausschuss auf seiner jüngsten Sitzung eine ganze Reihe von Beschlüssen. Unter anderem will man sich an der Umsetzung des flächendeckenden MVG-Radsystems beteiligen.

Individualverkehr mit Nahverkehr verknüpfen

In der Region soll ein System sogenannter Mobilitätsstationen unterschiedlicher Größe aufgebaut werden, die untereinander abgestimmte Verkehrsangebote wie Car- und Bikesharing bereitstellen und durch räumliche Nähe zu S-Bahn, Bus oder Ruf-Taxi, als Schnittpunkte den Individualverkehr mit dem öffentlichen Nahverkehr verknüpfen.

Unterschiedlich große Stationen

Die Stationen unterscheiden sich in Größe und Ausstattung. Neben der reinen Radstation gibt es eine S-Variante, die bei gleicher Ausstattung nahe einer Bus- oder S-Bahnhaltestelle liegt sowie eine L-Variante, die darüberhinaus auch Carsharing mit Stellplatz und Ladestation für Elektrofahrzeuge anbietet. Für Bruck sind 20 Stationen vorgesehen, davon vier der Kategorie L. Laut Montserrat Miramontes, Verkehrsplanerin im Rathaus, wolle man über die genauen Standorte mit der Stabsstelle im Landratsamt noch verhandeln.

Keine Insellösung - aber teuer

Eines zumindest scheint klar: Die unter dem früheren OB Klaus Pleil (BBV) vom Stadtrat verabschiedete Idee eines kostenlosen Radverleihs mit Fundrädern ist damit vom Tisch, denn der Landkreis favorisiert Räder der Münchner Verkehrsbetriebe (MVG), die in der gesamten Region zum Einsatz kommen sollen. Obwohl hierfür „die Kosten schon erstaunlich“ seien, wie zweiter Bürgermeister Christian Götz (BBV) anmerkte – eine kleine Station mit fünf Rädern inklusive einer Infostele käme auf 17.500 Euro sowie einem jährlichen Betriebskostenzuschuss von maximal 4.800 Euro – bietet die MVG-Lösung einige Vorteile: Es ist ein einheitliches, mit dem Landkreis und der Stadt München kompatibles System, Buchung und Abrechnung erfolgen aus einer Hand und die Verwaltung ist entlastet. Zudem gibt es vom Bund für jede Station 40 bis 60 Prozent Fördermittel, je nach Finanzlage der Kommune.

„Das geht in die richtige Richtung, eine Insellösung wäre nicht sinnvoll“, plädierte auch Verkehrsreferent Mirko Pötzsch (SPD) für die landkreisübergreifende Konzeption, welche einstimmig angenommen wurde. Auf Antrag Alexa Zierls (Die Partei & Frei) wurde zudem beschlossen, dass die Verwaltung prüfen soll, inwieweit sich der Landkreis, wie bei interkommunalen Projekten üblich, auch hier an den Kosten beteiligen müsse.

Diskussion um E-Autos

Diskussionen gab es im Plenum noch über den Anteil von Elektrofahrzeugen beim Carsharing-Angebot. CSU und Freie Wähler beharrten auf das von der Verwaltung vorgeschlagene Verhältnis von 70 Prozent konventionell angetriebenen Kraftfahrzeugen und 30 Prozent E-Fahrzeugen. Das Argument, es müsse wirtschaftlich sein und sich rechnen, ließ die Ausschussmehrheit nicht gelten und beschloss auf Vorschlag Zierls, einen möglichst hohen Anteil an Elektroautos anzustreben.

Die Umweltreferentin beklagte anschließend, dass „CSU und Freie Wähler weiterhin an klimaschädlichen Dinosauriertechnologien“ festhielten und „lieber konventionelle Diesel und Benziner gehabt hätten.“

Fischer

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