Parken wird gebührenpflichtig

Pendler werden zur Kasse gebeten

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Demnächst gebührenpflichtig: Das Parkdeck am Brucker Bahnhof.

Fürstenfeldbruck – Die Unterhaltskosten für die Parkflächen sind nicht unerheblich. Die Stadtverwaltung wird deshalb am Parkdeck des Brucker Bahnhofs sowie in der Tiefgarage am Geschwister- Scholl-Platz in der Buchenau künftig Parkgebühren erheben.

Kostenloses Parken an den Fürstenfeldbrucker Bahnhöfen gehört bald der Vergangenheit an. Der Stadtrat folgte den Empfehlungen der zuständigen Ausschüsse und beschloss auf seiner jüngsten Sitzung die Einführung von Parkgebühren am Parkdeck in der Oskar-von-Miller-Straße und der Tiefgarage in der Buchenau. In einer gemeinsamen Sitzung befassten sich zuvor der Umwelt- und Verkehrsausschuss sowie der Haupt- und Finanzausschuss mit der Neuregelung der Benutzung und Gebührenverordnung der beiden Standorte. Die Verwaltung begründet ihr Vorgehen mit den hohen Unterhaltskosten für beide Objekte, die mit den Einnahmen zumindest teilweise ausgeglichen werden sollen. Allein die Tiefgarage verursacht derzeit jährliche Kosten von knapp 300.000 Euro. Und am Parkdeck muss dieses Jahr noch der Belag der Rampe für mehr als 100.000 Euro erneuert werden. In den Folgejahren rechnet man zudem mit rund 60.000 Euro jährlich für Wartungsarbeiten der teils überdachten Stellplätze. Strittig war allein der Preis für das Monatsticket. Die anfangs von der Verwaltung ins Spiel gebrachten 25 Euro wurden bereits von den Ausschüssen als zu hoch erachtet und abgelehnt. Zur Diskussion standen die vom Haupt- und Finanzausschuss befürworteten zehn Euro und die vom Umwelt- und Verkehrsausschuss favorisierten 15 Euro. Das Votum der Stadträte fiel bei nur zwei Gegenstimmen klar zugunsten der zehn Euro-Variante aus. Berücksichtigt wurde bei dieser Entscheidung auch die Tatsache, dass die Gebühr auf dem benachbarten Parkplatz der Deutschen Bahn AG monatlich ebenfalls bei zehn Euro liegt. Um einer Verlagerung des P&R-Verkehrs zwischen den beiden Standorten vorzubeugen, sollen die Monatstickets auf beiden Parkanlagen gelten. 

"Wild zugeparkte" Oskar-von-Miller-Starße als Folge?

Alexa Zierl (parteilos), die sich mit dem vor kurzem aus der BBV-Stadtratsfraktion ausgetretenen Florian Weber zu einer Ausschussgemeinschaft (AG) zusammenschloss, gab noch zu Protokoll, man möge doch „bitte darauf achten, dass infolge der neuen Regelungen die umliegende Gegend der Oskar-von-Miller-Straße nicht wild zugeparkt wird.“ Die Stellplätze im Parkdeck werden nämlich bisher unter anderem auch von Schülern der umliegenden Schulen belegt.

Peter Fischer

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