Strafzins auf Tagesgeldkonto

VR-Bank Fürstenfeldbruck in Deutschlands Schlagzeilen

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Wegen Strafzins von 0,5 Prozent für bestimmte Tagesgeldkonto-Eröffner gerät die Brucker Bank in die Schlagzeilen.

Als angeblich erste Bank in Deutschland soll die Volksbank Raiffeisenbank Fürstenfeldbruck den Negativzins auf das Tagesgeldkonto ab dem ersten Cent eingeführt haben – so lauteten die Schlagzeilen seit Dienstag.

Fürstenfeldbruck – Vorstand Robert Fedinger möchte den Meldungen den Wind aus den Segeln nehmen, denn es sei nur eine handvoll Kunden davon betroffen.

Neukunden als Geldparker

Die Änderung trat am 1. Oktober in Kraft. Neukunden, die „ihr Geld ausschließlich bei uns auf einem Tagesgeldkonto parken wollen“, wie Fedinger betont, zahlen seitdem 0,5 Prozent Zinsen. Dies bedeutet, dass dieser Kunde am Ende jeden Monats 0,5 Prozent vom aktuellen Kontostand an die Bank zahlt und zwar unabhängig davon, wie viel er auf dem Konto hat, die Zinsen fallen also ab dem ersten Cent an. Der Betrag wird automatisch abgebucht. Aktuell betrifft dies „nur eine handvoll Kunden“, wie Fedinger sagt. Denn auch Neukunden, die ausschließlich Geld parken wollen, werden in Beratungsgesprächen über alternative Anlageformen aufgeklärt.

EZB verlangt von Banken 0,5 Prozent

Die VR-Bank erklärt ihre Neuerung mit den Zeilen: „Die Europäische Zentralbank hat den EZB-Leitzins weiter gesenkt. Legt eine Volksbank Raiffeisenbank das Geld bei der EZB an, muss sie darauf zurzeit in der Regel einen Strafzins von minus 0,5 Prozent zahlen.“ Weil das Geldparken bei der VR-Bank bisher nichts kostete, hätten jedoch viele Personen, die ihre Bankgeschäfte bei einer anderen Bank tätigen und dort womöglich über ihren Freibetrag kommen, das überschüssige Geld zur VR-Bank Fürstenfeldbruck gebracht.

Bestandskunden müssen sich keine Sorgen machen

Dass die VR-Bank in Bruck die erste sei, die in solchen Fällen die 0,5 Prozent verlangt, könne sich Fedinger bei 1.800 Banken in ganz Deutschland kaum vorstellen. „Die Bestandskunden und das sind etwa 60.000 Kunden im Landkreis, betrifft das nicht“, betont Fedinger. Auch Neukunden, die beispielsweise ein Giro- und ein Tagesgeldkonto anlegen, also sozusagen Bestandskunde werden wollen, betreffen die -0,5 Prozent Zinsen nicht. 

„Auch für Geschäftskunden gibt es individuelle Lösungen mit Freibeträgen“, erklärt Fedinger. Er betonte weiter: „Ich kann versprechen, dass wir uns heute und in Zukunft bemühen, Strafzinsen von Kunden fernzuhalten“.

 red

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