Wiederverwendbarer Becher für Bruck vorgestellt

Bruck sagt den Pappbechern den Kampf an

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Stolz präsentieren sie den Becher: Marian Conrad (links) und Johannes Aumüller (Mitte) mit OB Erich Raff (rechts).

356 Becher pro Monat, über 2.600 im Jahr: Diese Verbrauchsbilanz des Viscardi Gymnasiums in Fürstenfeldbruck, gehört hoffentlich bald der Vergangenheit an. Der 16jährige Marian Conrad und der 15jährige Johannes Aumüller gaben mit ihrer Idee für einen biologisch nachhaltigen Becher an ihrer Schule, den Anstoß für den „Brucker Becher“

Fürstenfeldbruck – Beim jährlichen Treffen der Schule im Ökologischen Bildungszentrum (ÖBZ) war ein neues Projekt gefragt. Die Energiebeauftragten der Viscardi Schule, allen voran Marian Conrad, hatten angesichts der enormen Müllproduktion in ihrer eigenen Schule, schnell die Idee zum nachhaltigen Öko-Becher. Er musste robust, wiederverwend- und recyclebar sein. Mit dieser Idee nahmen die Schüler am Umwelt Wettbewerb „Ressourcenkönige“ teil, womit sie sich den dritten Platz sichern konnten.

Obwohl der Becher abseits vom Wettbewerb zunächst eher auf mäßige Resonanz stieß, zeigte das Landratsamt Interesse am Einsatz in den eigenen vier Wänden. Aus dieser Grundidee entwickelte sich schließlich das stadtumfassende Projekt „Brucker Becher“. Am 25. Juli war es soweit: Der Becher wurde der Öffentlichkeit vorgestellt.

18 teilnehmende Betriebe

Es ist so regnerisch, dass die eigentlich für außerhalb geplante Versammlung in den großen Sitzungssaal des Brucker Rathauses verlegt werden muss. Im Gebäude herrscht allerdings alles andere als Gewitterstimmung. Die Besucher werden freudig mit einem „Brucker Becher“ voll Kaffee begrüßt, bevor Oberbürgermeister Erich Raff das Wort an die Menge richtet. Er bedankt sich bei den 18 teilnehmenden Bäckereien und Cafés, und spricht ein besonderes Lob an die Schüler des Viscardi Gymnasiums aus, ohne die die Aktion niemals zustande gekommen wäre.

"Wir sagen der Umweltverschmutzung den Kampf an!"

Im Anschluss ergreifen die Viscardi Schüler Johannes Aumüller und Marian Conrad das Wort und bedanken sich ihrerseits für das rege Interesse an der Versammlung. Der selbstbewusste und charismatische Conrad, geistiger Vater des recyclebaren Bechers, gibt bekannt: „Wir sagen der Umweltverschmutzung den Kampf an!“. Er freut sich auf das Projekt und ist sichtlich Stolz auf seinen entscheidenden Anteil an ihm.

"Vollständig biologisch abbaubar" 

Der handliche und stabile Becher wird aus einer Art Baumsaft hergestellt und hat eine Füllmenge von 400 Millilitern, im Gegensatz zum an der Schule eingesetzten Modell aus Bambus mit 300 Millilitern. Er ist vollständig biologisch abbaubar, Spülmaschinenfest und hat einen wiederverwendbaren Deckel – letzteres war für die Stadt besonders wichtig. Das schlichte Logo zeigt Umrisse von wichtigen Gebäuden der Stadt, auf einem blauen Hintergrund, der die Amper symbolisieren soll. Der Schriftzug „FFB-TO-GO“, ist wie das offizielle Logo der Stadt in Rot gehalten.

Der Becher soll zwei Euro Pfand kosten, die man bei Abgabe in einem der teilnehmenden Geschäfte zurückerhält. Einige der Teilnehmer bieten Rabatte bei Benutzung des „Brucker Bechers“ an. Der Becher ist seit dem 27. Juli im Umlauf und bei allen unten genannten Örtlichkeiten zu erhalten.

Hier bekommen Sie den Becher:

Bäckerei Bücherl, Bäckerei Drexler, Bäckerei Gradl, Bäckerei Konditorei Nau, Bäckerei und Konditorei Max Wimmer, Café Fino, Café Macchiato, Café Segafredo, Café & Conditorei Wiedemann, Confiserie Neßbach & Schwalber, Eiscafé Dolomiti, Espressino, Mellow Beans, Rackls Backstubn

Jan Wullimann

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