Appell an schweigende Mehrheit

Brucker Bürgermeister rufen mit Petition zu Zusammenhalt auf

Mit Lichtkunst demonstrierten letzten Montag viele Brucker gegen die so genannten Corona-Spaziergänger.
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Mit Lichtkunst demonstrierten letzten Montag viele Brucker gegen die so genannten Corona-Spaziergänger.

Fürstenfeldbruck – Seit einigen Wochen finden in Fürstenfeldbruck sogenannte Montagsspaziergänge gegen die Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie statt – zuletzt wieder am 17. Januar (siehe auch Polizeimeldung Seite 6). Deshalb haben Oberbürgermeister Erich Raff, Zweiter Bürgermeister Christian Stangl und Dritte Bürgermeisterin Birgitta Klemenz eine Petition auf Change.org gestartet. Darin bitten sie die Bürger, durch ihre Unterschrift Zusammenhalt und Solidarität zu zeigen.

Entgegen dem üblichen Verfahren wurden die bisherigen Demonstrationen nicht angemeldet und es fand sich auch kein verantwortlicher Ansprechpartner für den Demonstrationszug.

„Zumindest der weitaus größere Teil der Bevölkerung, wie die Vergangenheit zeigte, nimmt die Einschränkungen hin, um solidarisch die Auswirkungen der Pandemie auf die Gesundheit zu verringern. Die Mehrheit der Bürger sieht es als die Pflicht der Regierung an, vermeidbare Infektions- und Todeszahlen zu verhindern“, schildern die Bürgermeister und zitieren den ersten Artikel des Grundgesetzbuches: „Die Würde des Menschen ist unantastbar“.

„Um aber in den Genuss dieser Würde und der damit verbundenen Freiheitsrechte, wie sie die folgenden Artikel entfalten, zu kommen, muss man am Leben sein“, argumentieren die drei Politiker. Insofern sei die Schutzwürdigkeit des Lebens mit dem Artikel Eins eng verbunden. Der Schutz des Lebens könne aber, im Falle der gegenwärtigen Pandemie, nur durch eine möglichst große Solidarität und Kooperation der Bürger erreicht werden. Sie machen klar: „Wogegen wir uns entschieden abgrenzen wollen, ist zum einen die Leugnung des Sterberisikos aufgrund der Pandemie, zum anderen die pauschale Abwertung von wissenschaftlichen Ergebnissen als unwissenschaftlich und systemgesteuert“.

Ebenso pauschal und in der Wortwahl denunzierend sei die Verurteilung gegenwärtiger Politik als „Corona-Diktatur“. Die Bürgermeister richten den konkreten Appell an alle Brucker: „Seien Sie zuversichtlich und leisten Sie als Einzelne Ihren solidarischen Beitrag, der aber leider nur seine Wirksamkeit entwickeln kann, wenn möglichst viele dazu beitragen. Wir bitten Sie deshalb alle, die Erklärung zu unterzeichnen und damit deutlich zu machen, dass die schweigende Mehrheit sich eindrucksvoll zu Wort meldet.“

Zum kompletten Aufruf kommt man hier.

red

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