Brucker Forum vor neuen Aufgaben - Christine Höppner, frührere Fernsehproduktionsleiterin Nachfolgerin von Dieter Soller

1972 als gemeinnütziger Verein in Fürstenfeldbruck gegründet und inzwischen landkreisweit mit Filialen in 34 Mitgliedspfarreien vertreten, sieht sich das Brucker Forum vor neuen gesellschaftlichen Herausforderungen. Gf. Christine Höppner, Nachfolgerin des langjährig tätigen Dieter Soller, stellte sich jetzt mit ihren Ideen und frischen ersten Eindrücken vom Arbeitsplatz vor.

Die 51jährige, frühere Fernsehproduktionsleiterin und Veranstaltungsmanagerin, 2008 in Münster ausgezeichnet mit dem Master of Nonprofit Administration, studierte in Oldenburg und München Sozialwissenschaften, Geschichte und Psychologie (Abschluß 1987: Magister). Im Ehrenamt ist die verheiratete Mutter einer Tochter seit 1998 im Landkreis 1. Vorsitzende der Heinrich Scherrer Musikschule Schöngeising, Alling (Holzhausen), Landsberied und Türkenfeld. Für ihre neugewählte berufliche Aufgabe im Brucker Forum sieht sie gute Chancen einer Verwirklichung, zumal das erste Kennenlernen im selbstgenutzten Eltern-Kind-Programm (EKP) für sie mit besten Erfahrungen verbunden war. Als Geschäftsführerin der Brucker Geschäftsstelle in der St.-Bernhard-Straße 2, angetreten mit dem Anspruch für einen „Marktplatz des Wissens und auch der Lebenshilfe“ tätig zu sein, sieht Frau Höppner das Lernen als steten und essentiellen Bestandteil des Lebens. „Selbstbildung ist mein Hobby!“ Dafür gibt es im Landkreis FFB reichlich zu tun: Für 34 beteiligte Mitgliedspfarreien sowie für 80 ausgebildete, ehrenamtliche Bildungsbeauftragte. Zu beraten sind ferner etwa 1000 Veran-staltungen jährlich mit geschätzten 25.000 Teilnehmern. Der Jahresetat des Brucker Forum umfasst ca. 350.000 Euro: Gedeckt aus 50% Eigenmittel (Kurs- und Veranstaltungsgebühren), 35% Mittel des Erzbistums, 7,5% aus den Kommunen und 6,4% aus staatlichen Mitteln. Auch der Landkreis weiß die Einrichtung der kath. Erwachsenenbildung zu schätzen. Landrat Karmasin bezeichnete ihren Wert als ‚kulturelle Kapilare’ in seinem Zuständigkeitsbereich. Etwa 10-15% der Programmpunkte im Brucker Forum greifen theologisch/kirchliche Themen und Glaubenskurse auf („Das unterscheidet uns von der vhs.“). Gedacht sowohl für Menschen mit engerer Kirchenbindung und ehrenamtlich Engagierte, als auch für kirchenferne, aber an religiöse Fragen interessierte Menschen. Christlicher Glaube will hier als Lebensdeutung und Lebensform, als Impuls im gegenwärtigen gesellschaftlichen Leben wirklichkeitsnah sein. Im derzeit in Diözese und Dekanat stattfindenden Veränderungsprozeß durch „Dekanatsumbau“ sieht Frau Höppner auch Chancen: Kirche, wohin? Eine Erneuerung der Sinn-Suche und zu Fragen der Zeit: War das alles? „Wir bekommen eine Ethik- und Moraldebatte …“ Mit dem neuen Dekan Pfr. Bauerfeind konnte sie bereits ein vertiefendes Gespräch führen. Schwerpunkte ihrer Arbeit und Anstöße im Programm dürfte die berufliche Weiterbildung/Qualifizierung für Erzieherinnen sein „… nicht nur beschränkt auf Computerkurse …“ Dazu die familiären Anliegen, das „Eltern-Kind-Programm“ und die „Elterngespräche“ bei schon etwas älteren Jugendlichen. Geplant ist die Intensivierung der Kontakte zum ev. Bildungswerk und anderen kulturellen Einrichtungen. Als persönlichen Wunsch sieht Frau Höppner ein größeres interkulturelles Frauentreffen. Einen Anreiz könnten verknüpfte Gemeinsamkeiten benachbarter Gemeindepfarreien bieten. Überhaupt möchte sie für die Programmgestaltung die entsprechenden und ausgeprägten Ortsbefindlichkeiten im Landkreis/Dekanat herausfinden. Letztlich bastelt sie bereits - mit anderen - an einer Veränderung des äußeren Erscheinungsbildes des Halbjahres-Programmheftes, obwohl noch viele Gespräche/Kontakte in der nächsten Zeit für sie anstehen. An ihrem Presse-Vorstellungsgespräch in der Brucker Geschäftsstelle nahmen der 1. Vorsitzende des Brucker Forum, Wolfgang Trauner, und in Vertretung des Dekan Bauerfeind Pfr. Martin Bickl von St. Bernhard teil.

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