Brucker Freizeitmaler - Themenvielfalt bei 25. Ausstellung

Alle ausstellenden Mitglieder der Brucker Freizeitmaler bei der Eröffnung im Kundenzentrum der Brucker Sparkasse, versammelt um Sparkassenvorstandsmitglied Dr. Peter Harwalik. Fotos: Günter Schäftlein

Die Brucker Freizeitmaler resultierten bereits in den 70er Jahren aus Gründungsmitgliedern, die von den Münchner Sonntagsmalern abstammten. Zur aktuellen Ausstellung - wie gewohnt ohne verbindliches Thema - stellten zwölf von 18 Mitgliedern aus. Diese ‚Freigabe zur Themenvielfalt’ hat Methode, um allen Teilnehmern größtmöglichen Spielraum einzuräumen. Freizeitmaler-Vorstand Wolf-Dieter Bucher: „Keiner kann dann mehr sagen, mir fällt nix dazu ein …“ Dr. Harwalik lobte den gebotenen Reichtum in Gemälden und Plastiken, in Landschaftsbildern, Aquarellen, Akten, ausgeführt in Öl, Kohle, Acryl, Ölpastellkreide, Airbrush, Tempera und Mischtechniken. Das alles gebündelt in einer Kunstausstellung, „um den Staub des Alltags von der Seele zu waschen.“ (Pablo Picasso, 1881-1973)

Sparkassen-Vorstandsmitglied Dr. Peter Harwalik freute sich sichtlich über die Anhänglichkeit der Brucker Freizeitmaler, „dass sie es so lange mit uns ausgehalten haben.“ Sozusagen als ein erneutes Ausstellungs-Heimspiel auf vertrautem Boden, zu dem er dann auch gleich ein neues Jubiläumsjahr vorschlug: „Bitte vormerken, an gleicher Stelle: 2035!“ Von den vollzählig bei der Eröffnung anwesenden Kunstausführenden brachte Dr. Monika Thoma in ihrem Acrylbild „Memento mori“ einen zur Jahreszeit berührenden Haltepunkt. Hans Stiegler setzte sich neben Stilleben mit Landschaftsansichten aus Umbrien und den Dolomiten auseinander. Gewohnt solide in Öl malte Ludwig Ramsmeier Verträumtes aus Oberbayern, aber auch aus dem Altmühltal. Rita Plafka hatte sich in Pastellkreide auf Oldtimer-Details aus ältesten Baujahren eingelassen, u.a. auf einen T-Ford. Hans Nauder witzelte mit Wortspielen wie „Blitzschach“ und „Weltspiegel(ei)“. Auch Elke Larl sah sich der landschaftlichen Harmonie verpflichtet, u.a. mit „Weiler am Kloster Fürstenfeld“ und einer „Auenlandschaft“. Die Ergebnisse/Erinnerungen einer Cuba-Reise schlagen in der aktuellen Bilderwelt von Waltraud Kosak-Gonzalez beherrschend durch - neben ihren bemerkenswerten Akten. Petra Kohl bevorzugt das Wasser, ob in Venedig, am abendlichen Stausee oder beim Wellenreiten. Ganz im katzenhaft-Tierischen verhaftet ist Anneliese Hirschvogel, auch als Kohlezeichnung („Wildkatze“). Streng und in expressionistischer Verknappung drücken sich die Bilder von Ottmar Heinz aus: Vom Engadiner Dorf über St. Petersburg bis zum „Frühlingserwachen“. Gisela Frantz sah und sieht die Welt blumig, Mit „Iris“ und „Orchidee“, aber auch romantisch mit einem „idyllischen Ruheplatz“. Der Vereinspräses Wolf-Dieter Bucher beschäftigte sich abstrahierend mit „Tanz“, aber auch mit „Steilküste“, „Fischernetz“ und einem großen „Horizont“. Den musikalischen Rahmen der Vernissage gestaltete die Graf-Rasso-Achtkläßlerin Leonie Hiller, Querflöte, Jugend-musiziert-Preisträgerin von 2009, begleitet von Max Huhn auf dem E-Piano. Brucker Freizeitmaler im Kundenzentrum der Sparkasse FFB, Ausstellung bis zum 26. Nov., während der Geschäftszeiten.

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