Obermeister Wieser muss aufhören

Friseurinnung droht Auflösung

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Josef Wieser, bisheriger Obermeister der Brucker Friseur-Innung, kann sein Amt nicht weiter ausführen. Neue Mitglieder für den Vorstand zu finden, scheint jedoch schwer.

Noch vor zwei Jahren berichtete der Obermeister der Brucker Friseur-Innung, Josef Wieser, stolz, wie die Innung im Landkreis boomt. Entgegen dem allgemein herrschenden Trend zählen die Friseure auch heute noch mit 74 Mitgliedern zur mitgliederstärksten Innung im Umkreis. Doch nun droht ihr die Auflösung.

Maisach – Nach einer schweren Erkrankung kann Wieser sein Obermeister-Amt nicht mehr ausüben. Seit Januar übernahm die stellvertretende Obermeisterin Andrea Macha die Aufgaben. Bei den anstehenden Neuwahlen im November stellt sich Wieser nicht mehr zur Wiederwahl. Auch sein Amt als stellvertretender Kreishandwerksmeister übt Wieser derzeit nicht aus und bei den Neuwahlen unlängst beim Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks stellte sich Wieser nicht mehr zur Wiederwahl.

Bewerber lassen auf sich warten

„Wenn wir keinen Nachfolger finden, müssen wir die Innung wohl auflösen“, machte Macha bei der Friseurversammlung am 29. Mai den anwesenden Mitgliedern im Maisacher Bräustüberl den Ernst der Lage klar. Doch eine Auflösung möchten sowohl die Mitglieder als auch die stellvertretende Obermeisterin aus Puchheim unbedingt vermeiden. Das Problem, das sich allerdings stellt, ist, Bewerber zu finden, die bereit sind, ehrenamtlich im Vorstand mitzuarbeiten, auch weil viele nicht wissen, welche Aufgaben damit verbunden sind.

Informationsabend zu Vorstand-Aufgaben

Bei einem Stammtisch am 10. Juli möchte Macha deshalb anhand einer Stellenbeschreibung den Mitgliedern die Aufgaben in der Vorstandschaft näher bringen, um ihnen die Scheu vor der Übernahme eines Amtes zu nehmen. Durch die vielen Ämter, die Wieser zusätzlich noch ausübte, sei bei vielen ein eher abschreckender Eindruck entstanden. Sie hoffe nur, dass viele Mitglieder zu dem Stammtisch erscheinen, um wieder einen Vorstand im November stellen zu können.

Macha selbst wäre bereit, das Amt des Obermeisters zu übernehmen, doch ohne Unterstützung sehe auch sie sich nicht in der Lage, das Amt auszuüben, zumal mit Günter Fuchs aus Olching ein weiteres Vorstandsmitglied seinen Abschied nimmt.

Höfelsauer zuversichtlich

Wieser habe in den 23 Jahren seiner Tätigkeit große Fußspuren hinterlassen. Der Beauftragte der Kreishandwerkerschaft Franz Höfelsauer, sagte den Mitgliedern die Unterstützung der Kreishandwerkerschaft zu.

„Ihr habt so viele tolle Friseure, die in der Lage sind, so ein Amt auszuüben. Ich bin zuversichtlich, dass die Innung weiter bestehen wird“, meinte er bei einem Blick in die Runde. Und die Arbeit im Vorstand werde doch stets im Team erledigt. Einer allein könne das ohnehin nicht schaffen, versuchte auch der für die Öffentlichkeitsarbeit bei der Kreishandwerkerschaft zuständige Höfelsauer, den anwesenden Mitgliedern Mut zu machen.

Dieter Metzler

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