Brucker Handballer für Pokalrunde qualifiziert

Brucker Panther: Abschiede, Neuzugänge und ein Sieg

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Fünf Spieler verlassen die Panther und wurden beim Saisonfinale gegen Haßloch gebührend verabschiedet (von links) Frederik Hartz, Maximilian Lentner, Johannes Luderschmid, Feix Augner und Alexander Horner.

Die Drittliga-Handballer des TuS Fürstenfeldbruck haben sich zum vierten Mal in Folge für die deutsche Pokal-Hauptrunde qualifiziert. Weil das schon vor dem letzten Spieltag feststand, konnten sich die Panther beim finalen 35:34 (17:17)-Sieg gegen Haßloch ganz auf die Verabschiedung von fünf scheidenden Spielern konzentrieren.

Fürstenfeldbruck - Johannes Luderschmid war unter der Saison eingesprungen, als die Verletzungsnot bei den Panthern am Höhepunkt war. Nun hängt der 33-Jährige seine Sportschuhe wieder an den Nagel. „Es war von vornherein klar, dass das ein Projekt für den Rest der Saison ist“, sagt TuS-Coach Martin Wild. Nach nur einer Saison im Panthertrikot werden auch Alex Horner und Felix Augner künftig neue Wege beschreiten. Darüber hinaus verlieren die Panther mit Maximilian Lentner ein echtes Urgestein. Zehn Jahre lang war der Rückraumspieler für die Brucker aktiv. „Es waren zehn wahnsinnig coole Jahre“, sagte der Rückraumspieler, der zuletzt aber viel mit Verletzungen zu kämpfen hatte. Diese seien aber nicht der Grund für sein Karriereende. „Das ist im Ende meines Studiums begründet“, sagt Lentner. Das Studium ist auch der Grund, dass mit Frederik Hartz der beste Torschütze der Panther verabschiedet wurde. Hartz steht kurz vor seinen Medizin-Examen, auf die er seinen Fokus legen will. Wie es danach weitergeht? „Geplant ist, dass ich den Handball erst einmal liegen lasse“, sagt der torgefährliche Flügelspieler. Allerdings bleibt Hartz in München. „Wenn in Bruck der Baum brennt, bin ich sicherlich der Letzte, der nein sagt“, erklärt er. 

800 Zuschauer feuern die Panther in der Wittelsbacher Halle an

Das Quintett bekam gegen Haßloch vor fast 800 Zuschauern in der Wittelsbacher Halle noch einmal viel Spielzeit, um sich gebührend vom Publikum verabschieden zu können. Allerdings blieb das Verletzungnspech den Panthern auch im letzten Saisonspiel hold. Mit angeschlagenem Knie musste Maximilian Horner die Partie vorzeitig beenden. „Vielleicht ist es etwas Schlimmeres“, unkte Wild. Der Übungsleiter hofft und bangt nun, dass Horner bis zum Saisonstart wieder fit ist. Ansonsten würden die Personalplanungen beim TuS über den Haufen geworfen. Denn lediglich zwei Neue sollen zunächst die Lücken der fünf Abgänge schließen: Rechtsaußen Benedickt Hack zieht es aus dem Jugendinternat des SC Magdeburg zurück nach Bruck. Der 20-Jährige spielte bereits bis zur C-Jugend beim TuS. 

Neuzugänge und Verstärkung

Mit Johannes Borschel (35) konnten die Panther außerdem noch eine erfahrene Verstärkung vom TSV Unterhaching loseisen. Weitere Neuzugänge sind laut Wild eigentlich nicht geplant. Ob diese Entscheidung im Falle einer schwereren Verletzung Horners noch einmal überdacht wird, weiß der TuS-Coach noch nicht.Dass die Panther trotz der vielen Ausfälle am Ende Platz acht und die damit verbundene vierte Pokalquali in Folge erreichten, sei respektabel, so Wild. „Haßloch steht mit größerem Etat und Halbprofi-Bedingungen nicht im Pokal.“ Die Panther hoffen nun auf ein ähnliches Losglück wie beim vergangenen Pokalauftritt. Da gab der Titelverteidiger von den Rhein-Neckar-Löwen seine Visitenkarte an der Amper ab. Kurios: Die Panther haben in der Liga heuer sogar einen Punkt mehr erspielt, als im Vorjahr, als sie Sechster wurden – ein Beleg für die große Ausgeglichenheit der 3. Liga. Weil der TuS ein paar Punkte unnötig liegen ließ, sei er nicht gänzlich zufrieden, sagte Wild. „Alles in allem können wir aber trotzdem stolz sein.“

  Andreas Daschner

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