Ergebnis der Passanten-Befragung in Fürstenfeldbruck

Der Brucker Innenstadt fehlt das Flair

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IFH-Geschäftsführer Kai Hudetz stellte den Brucker Innenstadtgewerbetreibenden und dem Stadtrat die Ergebnisse „Vitale Innenstadt 2018“ vor.

Die Kreisstadt beteiligte sich im vergangenen Jahr an einer bundesweiten Befragung „Vitale Innenstädte“ des Marktforschungsinstituts IFH Köln, an der 116 Städte mit 60.000 Menschen teilnahmen. In Bruck wurden dazu 525 Passanten über ihr Einkaufsverhalten und ihrer Einschätzung zur Attraktivität der Innenstadt befragt. Die Ergebnisse der Untersuchung stellte der Geschäftsführer des IFH, Kai Hudetz, dem Stadtrat und den Gewerbetreibenden in der Innenstadt vor.

Fürstenfeldbruck - Bei der Frage, was macht eine Innenstadt heute und auch zukünftig für ihre Besucher noch attraktiv, waren unter anderem die Erreichbarkeit und die Parksituation, die Auswahl an Gastronomie, Einzelhandel, Freizeitund Dienstleistungsangeboten sowie das Gesamtambiente der Stadt die Kriterien. Der Gesamteindruck der Innenstadt wurde mit der Schulnote 2,8 bewertet. „Wir sind nicht schlecht“, meinte Oberbürgermeister Erich Raff (CSU) zu dem Ergebnis, „wir befinden uns auf dem richtigen Weg.“ Die meisten der Befragten (57 Prozent) kommen immer noch zum Einkaufen in die Innenstadt, ein Viertel der Befragten wegen eines Behördengangs, Bank- oder Arztbesuchs. Zum Verweilen suchen lediglich 4,6 Prozent die Innenstadt auf. Und nach wie vor benutzen zur Fahrt in die Innenstadt 41,4 Prozent das Auto. 

Größtes Manko: Fehlende Parkmöglichkeiten

Mit dem öffentlichen Verkehrsmittel kommen nur 14,4 Prozent nach Bruck, 26,6 Prozent zu Fuß und 17,9 Prozent mit dem Fahrrad. Das größte Manko stellen nach wie vor fehlende Parkmöglichkeiten sowie ein attraktives Freizeitangebot dar. Nicht wirklich punkten konnte die Innenstadt beim allgemeinen Ambiente beziehungsweise Flair. Vielen Befragten fehlt es an Lebendigkeit in der Innenstadt. Einheitliche Ladenöffnungszeiten seien wichtiger, als lange Öffnungszeiten, sagte Hudetz. Positiv beim Branchenmix schnitten die Optiker ab, Kosmetik und Drogeriewaren sowie Lebensmittel, während Unterhaltungselektronik, Computer, Foto, Wohnen und Einrichten sehr negativ bewertet wurden. Fehle es beispielsweise an einer malerischen Altstadt, könne mit Veranstaltungen gepunktet werden, meinte Hudetz. Gerade Events könnten hier ein Hebel sein, um mehr Besucher in die Stadt zu locken. So meinen 29,3 Prozent der Befragten Veranstaltungen wie Stadtfeste seien für sie ein Grund häufiger in die Innenstadt zu fahren. Ein Drittel der Befragten verbinden einen Besuch in der Innenstadt gern mit der Nutzung eines gastronomischen Angebots. Weniger punkten konnte die Innenstadt hinsichtlich ihres hohen Erlebnis-/ Unterhaltungswertes (8,2 Prozent). 

Lokale Online-Marktplätze kannten über die Hälfte der Passanten nicht

Einen großen Raum nahm die Frage ein: Wie online-affin sind die Besucher der Innenstadt? Noch sind es nur 16,3 Prozent der Befragten, die online einkaufen und daher die Innenstadt seltener aufsuchen. Der Großteil (45,7 Prozent) kaufen zwar online ein, besuchen die Innenstadt aber dennoch unverändert häufig. Lokale Online-Marktplätze, Online-Shops oder Online-Schaufenster waren 51,8 Prozent der Befragten völlig unbekannt. Das „Brucker Netz“ kannten immerhin 34,8 Prozent, Brucker Online-Shops (wie azurano, Englschalks, „f-low-s, Kleines Teehaus, Treffpunkt Wagner) kennen 28,7 Prozent. 

Dieter Metzler

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