Brucker Stadtmuseum erfreut sich großer Beliebtheit

Museum als lebendiger Ort

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Das Brucker Stadtmuseum zählte 2018 über 10.000 Besucher.

Mehr Besucher, mehr Ausstellungen, auch von überregionalem Interesse -Museumsleiterin Angelika Mundorff und Stellvertreterin Barbara Kink ziehen vor dem Kultur- und Werkausschuss für 2018 eine positive Bilanz und geben Ausblick auf das laufende Jahr.

Fürstenfeldbruck - Dank der vielen Ausstellungen, Aktionen und Veranstaltungen sind die Besucherzahlen in 2018 mit 10.281 im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen. Insbesondere die Sonderausstellungen stoßen auf weit über die Landkreisgrenzen hinausgehendes großes Interesse. 

Breites Echo in Funk und Fernsehen

So zog die Ausstellung „Ein Eigener sein“, die Leben und Werk des Germeringer Malers und Schauspielers Heinz Braun würdigt, viele Besucher aus München an und stieß auf ein breites Medienecho in Funk und Fernsehen. Der dazugehörige Ausstellungskatalog war binnen kürzester Zeit vergriffen. Ebenso findet das noch bis siebten Juli zu sehende Gemeinschaftsprojekt mit der Hochschule der Bayerischen Polizei „Ausbildung - Enthemmung - Verbrechen“, das sich mit der dunklen Vergangenheit der Brucker Polizeischule während der NS-Zeit auseinandersetzt, überregionale Beachtung. 

81 Führungen und 59 Kindergeburtstage im letzten Jahr

Auch das zur Ausstellung angebotene museumspädagogische Programm und die Lehrerfortbildung werden gut angenommen. Vor allem das Rahmenprogramm macht laut Kink „das Museum zu einem lebendigen Ort.“ So wurden letztes Jahr 81 Führungen für Kindergartengruppen und Schulklassen sowie 59 Kindergeburtstage durchgeführt. Auch die kostenlose Kinderwerkstatt, die jeden letzten Samstag im Monat stattfindet und vom Historischen Verein finanziell unterstützt wird, erfreut sich großer Beliebtheit. Insgesamt steige die Nachfrage nach Museumspädagogik kontinuierlich, weiß Kink zu berichten. 

Stadtrat einig sich nicht in Alltagsgeschäft einzumischen

Klaus Quinten (BBV) lobte die gute Arbeit und hebt neben der Ausstellung zur Geschichte der Brucker Polizeischule explizit „die fantastische Heinz-Braun-Ausstellung“, die in Ihrer Breite den (Lebens-) Künstler und sein Schaffen im Kontext des Lebensgefühls der Münchner Kunstszene der 70er und 80er Jahre treffend präsentiere. Kulturreferent Klaus Wollenberg (FDP) bedankte sich gleich zweimal: zum einen beim Museumsteam „für das Geleistete sowie die tolle Zusammenarbeit - auch als Referent“, zum anderen bei allen Fraktionen des Stadtrats, da das Museum nicht nur mit den entsprechenden finanziellen Mitteln ausgestattet wird, sondern darüberhinaus parteiübergreifend Konsens besteht, „sich nicht in deren Alltagsgeschäft einzumischen.“

Museum als kommunale Wertschöpfung

„Es ist wichtig Freiräume zu lassen“, die Politik dürfe „sich nicht in die inhaltliche Arbeit einmischen“, stimmte dem auch Sitzungsleiterin Karin Geißler (Grüne) zu. Wollenberg hob noch die Bedeutung des Museums für die kommunale Wertschöpfung hervor. Als ein sogenannter „weicher Standortfaktor erzielt es überregionale Aufmerksamkeit“ und sei „für die Außenwirkung der Stadt von großer Bedeutung.

Peter Fischer

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