Brückenabriss

Brücke über Nasenbach zur Lände muss bis Ende 2021 ersetzt werden

Städtisches Fahrzeug fährt über Brücke der Fürstenfelder Straße über Nasenbach
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Muss bis Ende nächsten Jahres ersetzt werden: Die Brücke von der Schöngeisinger Straße zur Lände.

Fürstenfeldbruck - Die Brücke über den Nasenbach - die einzige Verbindung zur Lände - muss ersetzt werden. Der Stadtrat entschied sich für eine von drei Varianten.

Für den erforderliche Neubau der Brücke auf der Lände favorisiert der Verkehrsausschuss eine sogenannte „Shared Space“-Variante, in der sich Kraftfahrzeuge, Fußgänger und Radler den Verkehrsraum gleichberechtigt teilen. Ein Provisorium westlich der bestehenden Brücke soll während der Bauzeit den Zugang zur Amperinsel gewährleisten.

Nur noch kurze Restlebenszeit

Bereits 2016 wurde der Brücke bei einer statischen Prüfung eine Restlebenszeit von fünf Jahren attestiert. Um Fahrzeugen bis 24 Tonnen weiterhin die Nutzung zu ermöglichen ohne die Gesamtbelastung zu überschreiten, wurden seither die Fahrbahn auf eine Spur verengt sowie Parkmöglichkeiten durch installierte Leitwände verbaut.

Neue Brücke mit neun Metern

Für den Neubau hat nun das Ingenieur-Büro Zwerner aus dem fränkischen Roth dem Verkehrsausschuss drei Varianten vorgestellt. Im Hinblick auf das neu konzipierte Quartier Lände/Aumühle, wozu auch ein städtebaulicher Wettbewerb ausgelobt wurde, entschied sich das Gremium einstimmig für eine „Shared-Space“ Lösung mit einer Gesamtbreite von knapp über neun Metern. Analog zur Ausschreibung des Planungswettbewerbes wird die Brücke in einen verkehrsberuhigten Bereich integriert und der Straßenraum ohne Hoch- oder Tiefborde für alle Verkehrsteilnehmer niveaugleich ausgebildet. Die beiden anderen Varianten sahen ein- beziehungsweise beidseitig geführte Bordsteine vor.

1,9 Millionen Euro

Die Kosten für die vom Büro vorgestellte Betonkonstruktion belaufen sich auf rund 1.9 Millionen Euro. Ob „eine langweilige Betonbrücke“ für die Erschließung eines künftigen Top-Innenstadtgebiets die richtige Lösung wäre, hinterfagte nicht nur Thomas Brückner (Grüne). Christian Götz (BBV) kann sich für „das Eingangstor zum neuen Quartier“ auch eine Holzbrücke oder ansprechende Stahlkonstruktion vorstellen.

Alternativen noch teurer und nicht machbar

Eine entsprechend belastungsfähige Holzkonstruktion sei bei „dieser Spannweite nicht in den Griff zu bekommen“, entgegnete Zwerner. Eine Alternative aus Stahl wäre möglich, aber auch 30 bis 50 Prozent teurer. Brückner schlug vor, anstatt des Provisoriums, das während der Bauzeit den Zugang zur Lände gewährleisten soll und je nach Breite zwischen knapp 900.000 und einer Million Euro kosten soll, gleich die neue Brücke zu errichten und diese nach erfolgtem Abriss hydraulisch an den alten Platz zu schieben. Zwar wäre dies nicht billig, allerdings würde man sich die nicht unerheblichen Kosten für ein Provisorium sparen. Entsprechende Möglichkeiten sollen von der Verwaltung geprüft werden.

Bäume müssen für Provisorium weichen

Die Bauzeit wird mit 14 bis 18 Monaten veranschlagt. Während der Arbeiten muss neben der Verlegung der Bushaltestelle auch die Fällung von Bäumen erfolgen, da die provisorische Querung des Amperarms aufgrund der örtlichen Gegebenheiten nur unmittelbar westlich der bestehenden Brücke erfolgen kann.

Peter Fischer

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