Bürgerinitiative in Fürstenfeldbruck-Buchenau wehrt sich gegen eine Bebauung der Lärchenstraße – Kein Protest gegen geplantes Frauenhaus

Furcht vor hohem Lärmpegel und Abgas-Belastung

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Auf diesem Grundstück in der Lärchenstraße in der Buchenau soll das Frauenhaus entstehen und zugleich die Zufahrt zu dem dahinterliegenden geplanten Wohngebiet.

Fürstenfeldbruck – In der Buchenau im Brucker Westen hat sich eine Bürgerinitiative formiert, die sich gegen eine Bebauung in der Lärchenstraße stark macht. Die Interessengemeinschaft „Alt-Buchenau Aktiv“ fühlt sich vom Investor über den Tisch gezogen. Mit einem Antrag an Oberbürgermeister Klaus Pleil fordert die Bürgerinitiative, dass das Grundstück an der Lärchenstraße nicht in Bauland umgewandelt wird.

Zunächst hatten die Anwohner der Lärchenstraße dem Bau eines Hauses auf dem freien Grundstück an der Straße zugestimmt, als der Investor dafür die Unterschriften sammelte. Auf dem 800 Quadratmeter großen Grundstück soll ein neues Frauenhaus entstehen, wie nach zunächst noch geheim gehaltenen Informationen nun doch durchsickerte. Doch dabei stellte sich auch heraus, dass derselbe Bauherr auf dem 9.000 Quadratmeter großen Grundstück, das sich hinter dem freien Grundstück zwischen Bahnstrecke und den Häusern der Lärchenstraße erstreckt zwei mehrgeschossige Wohnblöcke sowie etwa 20 dreigeschossige Reihenhäuser errichten will. Die Anwohner fühlten sich über den Tisch gezogen, gründeten eine Bürgerinitiative und klärten mit 900 Informationsblättern die Bewohner in der Buchenau auf. In ihrem Antrag an den Brucker OB und den Stadtrat fordern sie die Mitglieder des Bauausschusses auf, sich gegen die Umwandlung der „grünen Lunge“ zu Bauland auszusprechen.

 Einen Teilerfolg erreichten sie, als das Thema unlängst von der Tagesordnung im Ausschuss abgesetzt wurde, weil sich nach Mitteilung der Stadt weiterer Klärungsbedarf ergeben habe. Neben einem Verkehrschaos mit täglich 300 bis 400 mehr Autobewegungen in den engen Straßen in der Buchenau (Lärchen-, Weiden-, Westend- und Senserbergstraße) befürchten die Buchenauer eine unzumutbare Abgas-Belastung und einen erhöhtem Lärmpegel. Auch vor dem Kindergarten am Buchenauer Platz habe die Parksituation jetzt schon ihre Grenzen erreicht. Außerdem würde durch die Rodung des über 140-jährigen naturbelassenen Mischwaldes bzw. Feuchtbiotops wertvoller Lebensraum für Flora und Fauna vernichtet werden. Die umstrittene Bebauung stand dann auch im Mittelpunkt der Bürgerversammlung am 13. November in der Mittelschule West. Dort machte OB Pleil deutlich, dass noch keine Entscheidung gefallen sei und er gegen den erklärten Willen der Bürger die Planungen nicht vorantreiben werde. 

Der Sprecher der Bürgerinitiative, Berthold Ott, betonte, dass sich der Protest der Bürgerinitiative nicht gegen den Bau des Frauenhauses richte, sondern dass man sich gegen die geplante Errichtung einer Wohnsiedlung auf dem dahinter liegenden Gelände zwischen Lärchenstraße und S-Bahnhof wehren wolle. Pleil versprach den Besuchern der Bürgerversammlung einen öffentlichen Bürgertermin im Brucker Rathaus, um die Angelegenheit im Detail zu erörtern. 

Dieter Metzler

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