Bündnis "Fürstenfeldbruck ist bunt - nicht braun!" ruft auf

Appell zum Tag der Befreiung: Weiße Fahnen als Zeichen für Frieden

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Weiße Fahnen, egal ob Tücher oder Bettlaken, sichtbar nach draußen hängen als Zeichen des Friedens - das fordert das Bündnis "Fürstenfeldbruck ist bunt".

Das Bündnis "Fürstenfeldbruck ist bunt - nicht braun!" ruft zusammen mit dem Künstler Guido Zingerl die Bevölkerung des Landkreises und die Städte und Gemeinden dazu auf, ab dem 29. April bis zum 8. Mai weiße Fahnen als Erinnerung an den 29. April 1945, als Zeichen für Frieden und Freiheit und gegen das Vergessen deutlich sichtbar aus Fenstern, über Balkone und Zäune  auszuhängen.

Alle Arten von weißen Tüchern, beschriftet oder nicht, eignen sich dafür.

Am 29. April 1945 begannen amerikanische Truppen den Landkreis einzunehmen und die Bevölkerung somit von der Naziherrschaft zu befreien. "Das Datum der Kapitulation des Naziterrorregimes, der 8. Mai 1945, wurde in der Nachkriegszeit lange als „Tag des Kriegsendes“ oder schlimmer noch, als „Tag der Niederlage“ begannen", informiert Margot Simoneit für das Bündnis !Fürstenfeldbruck ist bunt

- nicht braun!"

Seit den 70er-Jahren wurde in der Bundesrepublik auf politischer Ebene darüber debattiert, den 8. Mai als „Tag der Befreiung“ zu verankern. Denn dies war er: Befreiung von der Nazidikatatur, genauso wie die Befreiung der politisch und rassistisch Verfolgten, der KZ-Häftlinge, der Zwangsarbeiter und Kriegsgefangenen, der Kriegsdienstverweiger und Widerstandskämpfer. Es dauerte noch bis 1985, bis in der BRD von höchster Stelle, nämlich vom damaligen Bundespräsidenten Richard von Weizäcker, die entscheidenden Worte gesprochen wurden: „Der 8. Mai (1945) war ein Tag der Befreiung. Er hat uns alle befreit von dem menschenverachtenden System der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft.“… „ wir haben allen Grund, den 8. Mai 1945 als das Ende eines Irrweges deutscher Geschichte zu erkennen, das den Keim der Hoffnung auf eine bessere Zukunft barg."

8. Mai zum gesetzlichen Feiertag?

Einige Kreise, wie etwa der DGB oder auch die Holocaustüberlebende Esther Bejarano, rufen aktuell dazu auf, den Tag der Befreiung in Zukunft als gesetzlichen Feiertag zu begehen.

Angst wegen Erstarken rechtsextremer Kräfte

"Jüngste Berichte über das beängstigende Erstarken rechtsextremer Kräfte, auch die Anschläge von Halle und Hanau, mahnen uns, zu größter Wachsamkeit. Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg! Deshalb schließen wir uns der von Münchener Künstlern initiierten und von der Stadt München unterstützten Aktion an und hoffen, auf große Resonanz bei uns im Landkreis", sagt Simoneit.

red

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