Erste Bürgerversammlung

Sozialwohnungen und Verkehr

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Der amtierende Bürgermeister Erich Raff stand den Bürgern im großen Sitzungssaal der Stadt Rede und Antwort.

Fürstenfeldbruck – Die geplanten bezahlbaren Wohnungen waren ein Thema bei der Bürgerversammlung für die Stadtmitte, Gelbenholzen und (Neu-)lindach im Brucker Rathaus. Ein Bürger äußerte Bedenken, weil dort bis zu 40 Prozent Sozialwohnungen entstehen sollen. Außerdem waren der Straßenverkehr, die Überplanung des Stadtwerke-Areals und die Brucker Busverbindungen in der Diskussion.

„Ich habe in der Messestadt gelebt und dort miterlebt, was mit dem Viertel passiert ist“, sagte der Neulindacher, der Bedenken wegen des geplanten sozialen Wohnungsbaus auf dem Areal der Firma Grimmplatten hat. Dort sollen nach dem Wegzug des Unternehmens neue Wohnhäuser entstehen. Doch Stadtbaurat Martin Kornacher sagte: „Sowas wie die Messestadt wollen wir für Bruck nicht haben.“

Bezahlbarer Wohnraum

Auf dem Areal sollen auch Einfamilienhäuser entstehen und eine gesunde Mischung aus Mietern und Eigentümern wohnen. Bezahlbarer Wohnraum solle „in für Fürstenfeldbruck geeigneten Wohnformen entstehen“, sagte Kornacher. Der amtierende Bürgermeister Erich Raff versprach, dass die Anwohner ähnlich wie im Tulpenfeld in die Planungen eingebunden werden sollen. Eine Realisierung sieht er ohnehin erst in den Jahren 2020 oder 2021.

Nachnutzung des Stadtwerke-Areals

Ob es schon Neuigkeiten zur Nachnutzung des Stadtwerke-Areals gebe, wollte ein anderer Brucker wissen. Laut Raff liege das Unternehmen mit dem Umzug im Zeitplan. Im Frühjahr 2019 soll der Energieversorger die Stadtmitte verlassen. „Wir werden einen Wettbewerb für die Überplanung auf den Weg bringen, in dem auch die Lände und das Gelände des Stadtbauhofs aufgenommen werden“, kündigte Raff an.

Benutzung der Tiefgarage

Ein Anwohner der Stadelberger Straße monierte, dass sich dort keiner an Tempo 30 halte und die Straße zudem von parkenden Autos überlastet sei. Raff führt dies auch darauf zurück, dass die Tiefgarage der dort neu eröffneten Psychiatrie noch nicht in Betrieb ist. „Wir bleiben dran und nehmen die Klinik in die Pflicht, dass die unterirdischen Parkplätze dann auch benutzt werden, sobald sie zur Verfügung stehen“, versprach er.

Engstelle als Gefahrenstelle

Eine Engstelle an der Pfaffinger Straße von Gelbenholzen Richtung B2 hat ein Gelbenholzener Bürger als Gefahrenstelle ausgemacht. „Wenn dort zwei Fahrzeuge und ein Fußgänger oder Radfahrer aufeinander treffen, dann ist ein Unglück vorprogrammiert“, sagte der Mann. Raff versprach, dass das Thema bei einer der nächsten Verkehrsschauen mit der Polizei angesprochen wird. „Ein eigener Radweg gestaltet sich an der Stelle aber wegen der Straßengräben und des Krebsenbachs schwierig“, erklärte der Rathauschef. Eventuell müsse man eine verkehrsrechtliche Lösung finden

Busfahrzeiten

Auf Anregung einer Bruckerin versprach der amtierende Bürgermeister außerdem, die Buslinie 815 Richtung Fliegerhorst zu überprüfen. Die Frau wünscht sich dort eine Verkürzung des Taktes von 20 auf 15 Minuten. Außerdem solle der Bus Samstags länger fahren.

Andreas Daschner

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