Bürgerversammlung in Aich

Konservierter Kot in Beuteln

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Rund 35 Bürger erhofften sich Antworten vom derzeitigen Bürgermeister Erich Raff im Gemeindehaus Aich.

Fürstenfeldbruck – Ein nicht vollständig sanierter Gehsteig, zu schnelle Autos und Hundekot in Plastikbeuteln. Auf der Bürgerversammlung in Aich konnten die Bürger dem derzeitigen Bürgermeister Erich Raff schildern, was sie bewegte.

Ein Neubürger monierte, dass der Gehweg bei ihm vor dem Haus an der Brucker Straße komplett saniert werden sollte – dies sei jedoch noch nicht geschehen und die Baufirma habe den Weg nur teilweise ausgebessert. Er wollte vom derzeitigen Bürgermeister wissen, wann er mit der Fertigstellung rechnen könne. Erich Raff sagte, er wisse um die Problematik und versicherte, dass der Gehsteig heuer wieder hergestellt werde.

Abgesenkte Gehsteige

Des weiteren meinte der Bürger, dass die Autos bei ihm vor dem Haus auf den Gehweg ausweichen, da diese abgesenkt seien und dann im minimalen Abstand an den Fußgängern vorbei fuhren. Diese Absenkungen, vor allem vor dem Kindergarten „verstehe er gar nicht“. Raff erklärte, dass die Bordsteine abgesenkt seien, weil es sonst zu Problemen komme, wenn zwei Autos aneinander vorbei fahren wollten. Hier schaltete sich Alt- OB Sepp Kellerer ein und verkündete, dass das Absenken von Gehwegen der Stand der Technik sei und abgesenkte Gehsteige „schon immer ein Thema in Aich“ seien. Bei der Sanierung des Gehweges verstehe er allerdings nicht, warum der Bürgersteig unvollendet gelassen worden war, anstatt ihn fertig zu sanieren, weil der Bauunternehmer zu viel verlangt hätte. „Die Stadt hätte sich mit dem Bauunternehmer arrangieren sollen, anstatt ein Loch zu lassen“, forderte er. 

Kellerer kritisiert die mangelnde Disziplin von Hundebesitzern

Außerdem störe Kellerer die mangelnde Disziplin von Hundebesitzern, die zwar einen Beutel für die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner nutzten, die Tüten aber sobald sie gefüllt sind, einfach in die Natur schmeißen. „Das ist der allergrößte Blödsinn“, sagte Kellerer. Hierdurch werde der Kot zusätzlich konserviert. Dem konnte sich Raff anschließen, auch er kenne das Problem vom Volksfestplatz in Bruck. Raff kündigte an, die Bürger im nächsten Rathausreport auf dieses Fehlverhalten hinzuweisen.

Display-Geschwindigkeitsanzeigen

Eine Anwohnerin, ebenfalls von der Brucker Straße, beklagte die zu schnellen Autos und erkundigte sich über die Display-Geschwindigkeitsanzeigen am Straßenrand. Raff erklärte, dass die Anzeigen zwei Wochen stehen, um zu ermitteln, wie viele Fahrzeuge, wie schnell durch den Ort fahren. Diese Idee unterstützte ein Anwohner: „Die Displayanzeige ist eine gute Sache“, sagte er. Die Leute würden nicht „abgezockt“ werden, sondern darauf hingewiesen werden, sich an die Geschwindigkeitsbegrenzungen zu halten, auch wenn seiner Meinung nach, das Display direkt am Ortseingang besser aufgehoben wäre. Raff unterstütze die Anzeigentafeln, befürchte allerdings, dass die Tafeln mit der Zeit nicht mehr abschreckten.

Felix Hamann

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