Von Kaiser-Ludwig- bis Lucky-Luke-Straße

Bürger haben sich für neue Straßennamen entschieden

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Bei der Wernher-von-Brau-Straße bleibt wohl – wie bei der Hindenburg-Straße auch – alles beim Alten.

Seit Jahren wird in Bruck über die Umbenennung bestimmter Straßen diskutiert. Ein eigens dafür eingerichteter Arbeitskreis hatte im Sommer dem Kultur- und Werkausschuss konkrete Vorschläge unterbreitet. Bis Ende September konnten sich zudem die Bürger an einer Umfrage zur Namensgebung beteiligen. Nun wurden die Ergebnisse vorgestellt.

Fürstenfeldbruck - Seit Jahren beschäftigt das Thema Politik und Bürger gleichermaßen. Von ursprünglich zehn Straßennamen, hinter denen Persönlichkeiten stecken, die rassistisches Gedankengut verbreitet haben oder in NS-Verbrechen verstrickt waren und nach dem Willen des Arbeitskreises „Straßennamen“ umbenannt werden sollten, blieben sechs übrig. Entgegen früherer Beschlüsse, empfahl der Arbeitskreis im Juli die Namen für die Kögelstraße und die Günther-von-Maltzahn-Straße zu belassen. Bei der Hindenburg- sowie der Wernher-von-Braun-Straße konnte man sich zum wiederholten Male nicht einigen. Die interne Abstimmung brachte erneut ein Ergebnis von 4:4, so dass eine Umbenennung nicht mehr empfohlen wird. Bevor das Thema abschließend im Stadtrat behandelt werden soll, wollte man noch das Votum der Bürger einholen. Der Rücklauf war beachtlich. Laut Tina Rodermund-Vogl, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit im Brucker Rathaus, haben sich zwischen dem 31. Juli und dem 30. September 401 Einwohner online und 130 über den RathausReport an der Umfrage beteiligt.

Folgende Namensänderungen standen zur Diskussion

Zur Diskussion standen folgende Namensänderungen: Die Edererstraße in Bertha-von-Suttner-Straße, die Eschenauerstraße in Ossietzkystraße, die Von-Gravenreuth-Stra- ße in Stauffenbergstraße, die Prillerstraße in Quiddestraße, die Zenettistraße in Baudissinstraße und die Langbehnstraße in Edigna-Straße.

Beteiligt haben sich hauptsächlich Anwohner, die mehrheitlich gegen eine Umbenennung ihrer Straßen votierten. Es wurden jedoch auch Alternativvorschläge eingereicht, deren Spektrum von Kaiser-Ludwig-Straße, Erni-Singerl-Stra- ße oder Liesl-Karlstadt-Straße bis hin zu Lucky-Luke- oder Peter-Pan-Straße reichen. Der Arbeitskreis wird voraussichtlich Anfang 2018 nochmals tagen und dem Kultur- und Werkausschuss seine abschlie- ßende Stellungnahme übermitteln. Dieser wird dann nach jetzigem Stand in der März-Sitzung über die Ergebnisse diskutieren und eine Beschlussvorlage für den Stadtrat erstellen.

Peter Fischer

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