Bürgerinitiative Krebensbach

Nein zur dichten Bebauung

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260 Teilnehmer sind zum Treffen der Bürgerinitiative Krebsenbach gekommen, die sich gegen die Dichte eines Bauvorhabens wehren wollen.

Fürstenfeldbruck – Auf dem großen Feld am Krebsenbach sollen Wohnungen entstehen. Das Investoren-Bauprojekt sieht auf der 4,37 Hektar großen Fläche 175 Wohneinheiten für etwa 500 Menschen vor. Damit würde ein neuer Stadtteil entstehen. Die Dichte der Bebauung ist einigen Anwohnern ein Dorn im Auge. Sie haben sich zu einer Bürgerinitiative Krebsenbach zusammengetan und sammeln nun Unterschriften gegen das Bauvorhaben.

Stefan Löbbert, Sprecher der Bürgerinitiative, rief bereits am 12. November zu einem Treffen auf. Über 260 Teilnehmer setzten ein deutliches Zeichen, dass sie die aktuelle Planung der Stadt für das neue Baugebiet am Krebsenbach so nicht akzeptieren werden. „Etwa 400 Unterschriften konnten wir an diesem Nachmittag bereits zusammentragen“, zieht er sein positives Fazit des ersten öffentlichen Auftritts.

Zu dicht für die Umgebung?

Löbbert kritisiert vor allem, dass die Planung dem Baurecht nicht entspreche. „Das im Flächennutzungsplan festgelegte Maß der baulichen Nutzung wird mit einer Geschossflächenanzahl von 0,84 deutlich überschritten“, heißt es etwa auf den Flyern, die verteilt wurden. „Die umliegenden Gebäude haben höchstens eine Geschossflächenanzahl von 0,4“, betont Löbbert. Die sechs 50 Meter langen Kasernenblocks mit vier Geschossen im Zentrum des Bebauungsgebietes seien einfach zu viel und zu hoch. Zudem würde eine Fläche zubetoniert, von der Teile im Flächennutzungsplan klar als Grünfläche ausgewiesen wird.

Sorge vor Hochwasser

Eine weitere Sorge einiger Anwohner ist der Hochwasserschutz. Das Bayerische Wasserwirtschaftsamt hat das große Areal zwischen Amper und Krebsenbach als Hochwasser-Gefahrenfläche eingestuft. „Die Unterkellerung der beiden 150 Meter langen Wohnblock-Reihen wird die Grundwasser-Strömung gefährlich stauen. In der Folge werden schon bei mittlerem Regen viele Keller unter Wasser stehen“, heißt es.

Naht der Verkehrskollaps?

Zudem befürchten einige Bürger der Initiative einen Verkehrskollaps. Durch den Zuzug seien 300 zusätzliche PKW zu erwarten. „Die Planung widerspricht einem verantwortungsvollen Verkehrskonzept“ heißt der Unterpunkt auf dem Zettel. Neben der schon bestehenden „unzumutbaren Parkplatz-Situation“ kritisiert die Initiative auch die Belastung durch Lärm und Abgase. Eltern haben Angst um ihre Kinder: Hundert radelnden Kindern drohe auf ihrem Schulweg extreme Unfallgefahr durch den zusätzlichen Verkehr.

"Bebauung ja, aber nicht so"

„Sozialer Wohnungsbau geht auch anders. Klar, müssen Wohnungen gebaut werden, aber nicht so“, sagt Löbbert. Er und auch die Anwohner hätten prinzipiell nichts gegen die Bebauung der Freifläche, nur die Bebauungsdichte sei eine Sache, über die nochmals nachgedacht werden müsse. Er hofft nun auf weitere Unterschriften, um dann mit den Politikern nochmals über das Bauvorhaben zu sprechen; und dies am besten so schnell wie möglich: „Noch bevor der Bebauungsplan geändert wird.“

Kohr

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