Geothermie stoppen

2.400 Unterschriften an Puchheims Bürgermeister übergeben

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Die Bürgerinitiative Geothermie Puchheim übergab Puchheims Bürgermeister Norbert Seidl (Zweiter von rechts) 2.400 Unterschriften.

Die Bürgerinitiative „BI Geothermie Puchheim“ übergab am 23. März Bürgermeister Norbert Seidl die gesammelten Unterschriften zum Bürgerbegehren gegen die geplante Geothermieanlage in Puchheim.

Puchheim - Innerhalb von drei Wochen wurden über 2.400 Unterschriften gesammelt – „ein überwältigendes Ergebnis für diese kurze Zeit“, so das Fazit der BI-Sprecherin Cornelia Willem. Die Bürgerinitiative richte ihren Dank an die „zahlreichen interessierten und engagierten Puchheimer Mitbürger, die tatkräftig bei der Unterschriftensammlung unterstützt haben.“ Beides, sowohl die hohe Beteiligung beim Sammeln als auch die Zahl der Unterschriften, zeige laut Bürgerinitiative eine breite Unterstützung des Anliegens der BI in der Puchheimer Bevölkerung. 

Stopp des Geothermievorhabesns weiter vorantreiben

Es sei „ein klares Statement gegen die Bestrebungen der Stadt, die Geothermieanlage über die Köpfe der Leute hinweg zu errichten“. Für die Organisatoren steht fest, dass sie hier einen eindeutigen Auftrag erhalten haben, den Stopp des Geothermievorhabens weiter voranzutreiben. Nach der Auszählung der Unterschriften muss der Stadtrat innerhalb von vier Wochen über die Zulässigkeit des Bürgerbegehrens entscheiden – und damit über die Durchführung eines Bürgerentscheides. 

Stadt muss Termin für Bürgerbegehren festlegen

In Folge wird die Stadt einen Termin festlegen, zu dem die Puchheimer zur Wahlurne gebeten werden: die endgültige Entscheidung für oder gegen die Geothermieanlage wird wie eine Wahl an einem Sonntag durchgeführt, auch die Briefwahl ist möglich. „Da bei der Sammlung durchgehend die Erfahrung gemacht wurde, dass vielen Bürgern nicht bekannt war, dass in Puchheim eine Geothermieanlage errichtet werden soll und ein hoher Informationsbedarf besteht, bleibt die BI weiterhin Anlaufstelle für Fragen und Informationen“, verspricht Willem. 

Bürgerinitiative sieht sich nicht als Gegner regenerativer Energien

Darüber hinaus werde an der Klärung noch offener wichtiger Punkte gearbeitet. „Die Bürgerinitiative versteht sich nicht als Gegner regenerativer Energien, sondern hinterfragt sachlich und mit recherchierten Fakten die Standortwahl Puchheim“, betont Willem zuletzt. Die Bürgerinitiative kritisiert vor allem die besondere Situation des Standortes Puchheim in Bezug auf Geothermie, da Puchheim einen hohen Grundwasserspiegel habe und Müll-Altlasten im Zentrum aufweise. Die Angst vor vollgelaufenen Kellern nach Rissen von Mikrobeben sowie austretende Giftstoffen ist somit groß.

red.

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