Bürgermeister-Gespräche über die S4-Problematik - Auf die lange Bank geschoben?

Bgm. Dr. Herbert Kränzlein mit der Aubinger stv. Bezirksausschußvors. Karin Binsteiner und Referatsleiter Carsten Fregin vom Bayer. Wirtschaftsministerium nach dem Puchheimer S4-Gespräch.

Im Rathaus-Domizil von Bgm. Dr. Herbert Kränzlein trafen sich MdL Katrin Sonnenholzner OB Sepp Kellerer, Bgm. Dr. Michael Schanderl und die Aubinger stv. Bezirksausschussvorsitzende Karin Binsteiner mit einer Verkehrsgruppe aus dem bayerischen Wirtschaftsministerium. Das Gespräch brachte nichts Konkretes zur Verbesserung auf der S4-Linie.

Außer Butterbrezn nichts gewesen … Das Problem sind zu wenige Züge auf der starkgenutzten S-Bahnstrecke München-Geltendorf-München, die dazu für kommende Jahre ein weiter wachsendes Bevölkerungspotential zu verkraften hat: Bei einem insgesamt für das Münchner Umland prognostizierten Zuwachs von 150.000 Einwohnern. Die kritischen Punkte lauten mehr Langzüge, 4gleisiger Ausbau und Bahnhof-Sanierungen/Nachrüstungen (Behindertenzugänge). Dr. Herbert Kränzlein wäre ja schon mit einer Steigerung um zehn Zuggarnituren „im Minimum!“ zufrieden. Der Gesprächsführer auf der ministerialen Seite, Referatsleiter Carsten Fregin, konterte entsprechende Vorhaltungen und Argumente zu Versäumnissen der Staatsregierung mit einem trockenen „Ist bekannt!“ Nur, damit bewegt sich nichts. Auch wenn OB Sepp Kellerer Unverständnis zu dieser Abwartehaltung aufs Ungewisse zeigte und Puchheims Rathauschef anmahnt „Die Staatsregierung wird aufgefordert, Sorge für Verbesserungen zu tragen. Wir sind schwer enttäuscht von der Politik. Die Notwendigkeiten in der Region werden nicht berücksichtigt - und das im so genannten Hochtechnologie-Staat!“ Diese Botschaft wird kaum von Wirtschaftsminister Zeil persönlich entgegengenommen werden … Außer der vage überbrachten, ministeriellen Andeutung, ab 2012 mit dem Rhein-Ruhr-Verkehrsverbund über die Übernahme dort ausgemusterter Zuggarnituren gleichen Typs zu verhandeln, stand keine konkrete Vereinbarung auf der Puchheimer Agenda. Das Problem ist eh, dass die im hiesigen SBahnbereich eingesetzten Zuggarnituren nicht mehr gebaut werden und die Kopplung an andere Zugsysteme nachteilig ist. Auf der Landkreisebene können derart vage Andeutungen keinen Optimismus verbreiten. Bgm. Kränzlein sieht deshalb auch sehr ernüchtert in die Zukunft mit der Feststellung, dass man sich voraussichtlich mit der gleichen Problematik wieder in drei, vier Jahren befassen werde.

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