Olchinger Freie Wähler schlugen  Münchner Unternehmerin als Bürgermeister-Kandidatin für Olching vor

54-jährige FW-Kandidatin Ruth Busl soll Bürgermeister Magg herausfordern 

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Die 54-jährige Ruth Busl soll am 13. November von den Mitgliedern der Freien Wähler Olching zur Bürgermeisterkandidatin gekürt werden.

Olching – Die 54-jährige Ruth Busl aus München soll Bürgermeister Andreas Magg bei den Kommunalwahlen am 16. März 2014 herausfordern. Der Vorstand und die Fraktion der Freien Wähler (FW) Olching waren sich über ihre Nominierung schnell einig.

 Auf einer gemeinsamen Sitzung, der zuvor jeweils zwei getrennte Sitzungen der beiden Gremien vorausgegangen waren, sprachen sie sich einstimmig für die Münchner Unternehmerin als Kandidatin für das Bürgermeisteramt aus. Jetzt müssen nur noch die Mitglieder der FW Olching dem Vorschlag zustimmen. Die Versammlung zur Nominierung der 54-Jährigen findet am 13. November, 19.30 Uhr, im Hotel „Am Mühlbach“ in Olching statt. Sie werde umgehend ein Büro in Olching einrichten, konsequenterweise werde sie aber ihren Lebensmittelpunkt natürlich baldmöglichst nach Olching verlegen, teilte die alleinerziehende Mutter einer 16-jährigen Tochter bei der persönlichen Vorstellung am 24. Oktober im Rahmen eines Pressegesprächs im Hotel „Am Mühlbach“ mit. Sie habe sich in Olching „verguckt“, meinte Busl und sei fasziniert einerseits von der städtischen, andererseits ländlichen Struktur. Sie habe sich für die Stadt entschieden, ob sie nun zur Stadt passe, das müssen die Bürger entscheiden, meinte Busl. „Wenn ich in einen Wahlkampf gehe, dann will ich ihn aber auch gewinnen“, zeigte sie sich bereits jetzt schon kämpferisch. 

 Ihren Weg in die Politik bezeichnete Busl als den logischen Schluss ihrer Ausbildung und beruflichen Karriere. Nach einigen Semestern Betriebswirtschaft studierte Busl Philosophie, Kommunikations- und Politikwissenschaften in München sowie Philosophie und Gesellschaftswissenschaften in Frankfurt. Die ausgebildete Journalistin arbeitete für die Fraktion der FW im bayerischen Landtag und als persönliche Referentin der Abgeordneten Claudia Jung. Sie hat in der vergangenen Legislaturperiode die Sozialpolitik der FW wesentlich mitgeprägt. So war Busl maßgeblich an der Abschaffung der Studiengebühr beteiligt. „Bildung muss von null bis 100 frei sein“, so ihre Meinung.

 Nachdrücklich tritt Busl für eine nachhaltige Wirtschafts- und Finanzpolitik, die Erhaltung und Förderung kleinerer und mittelständischer Betriebe sowie der bäuerlichen Landwirtschaft ein. Ein besonderes Anliegen ist die bestmögliche Förderung und Bildung aller Bevölkerungsschichten. Bürgernähe und Bürgerbeteiligung sind für Busl keine Lippenbekenntnisse, sondern Herzensanliegen. Den Einzug in den Bayerischen Landtag schaffte Ruth Busl, die für München Land-Süd als Direktkandidatin in den Wahlkampf ging, nicht, da ihr jegliche Unterstützung der Ortsverbände fehlte, informierte Stadtrat Peter Knoll. Dennoch habe sie neun Plätze gutgemacht.

 „Wir halten Ruth Busl für außerordentlich befähigt“, sagte der ehemalige Olchinger Bürgermeister Ewald Zachmann bei der Vorstellung der Kandidaten „Ruth Busl ist nicht nur eine gute Wahl für uns, sondern auch für die Stadt Olching. Sie verfügt über viel Erfahrung in der Politik und Wirtschaft. Sie ist rundherum geradezu maßgeschneidert für das Amt der Bürgermeisters.“ „Eine Powerfrau tut Olching gut“, meinte Stadträtin Heike Lotterschmid, die Ruth Busl insbesondere wegen ihres starken sozialpolitischen Engagements und ihr fundiertes Wissen in vielen Politikbereichen als ideale Kandidatin bezeichnete. 

Dieter Metzler

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