Bürgermeisterwahlkampf prägte Neujahrsempfang in Puchheim – Konterfei des Kandidaten als Naschwerk

Der bayerische innenminister mit Schülerinnen und Schülern des Orchesters vom Gymnasium Puchheim. Fotos: Dieter Metzler

Deutlich vom bevorstehenden Bürgermeister-Wahlkampf geprägt war der Neujahresempfang des CSU-Ortvereins am 22. Januar im Puchheimer Kulturcentrum PUC. Mit der Vorsitzenden der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag, Gerda Hasselfeldt, dem ersten Landtagsvizepräsidenten Reinhold Bocklet sowie als Gastredner, Bayerns Innenminister Joachim Herrmann, gelang es dem Ortsverein unter dem Vorsitz von Thomas Hofschuster, hochrangige Politiker zur Unterstützung für den ersten großen Auftritt ihres parteilosen Bürgermeister-Kandidaten, Harald Heitmeir aus Germering, ins PUC einzuladen.

Unter die ca. 150 Gäste mischten sich neben Landrat Thomas Karmasin auch zahlreiche Bürgermeister aus den benachbarten Gemeinden. Puchheims Bürgermeister Dr. Herbert Kränzlein (SPD) nahm zwar nicht auf dem für ihn reservierten Platz in der ersten Reihe neben der hohen CSU-Prominenz Platz, ließ sich den ersten offiziellen Wahlkampf-Auftritt seines Stadtkämmerers aber nicht entgehen. So durfte der 42-jährige Heitmeir nach seiner gelungenen knapp halbstündigen Wahlkampfrede Lob von Innenminister Herrmann einstreichen. Er habe gleich gespürt, „da ist jemand, der weiß, was er will“, sagte Herrmann, der auch deshalb gern nach Puchheim gekommen sei, um nachzusehen, wie sich die junge Stadt nach der Erhebung „gemacht“ habe. Eine solide Finanzpolitik sowie eine aktive Wirtschaftsförderung und eine interkommunale Zusammenarbeit seien die wichtigsten Faktoren für ein wirtschaftliches Handeln einer Stadt, führte Heitmeir bei seiner Rede aus. Solide Finanzen lassen Handlungsspielräume zu. Ein starkes Gewerbe in der Stadt sorge für Steuereinnahmen, aber auch für Arbeitsplätze. Deshalb halte er eine Gründerunterstützung für Puchheim für erforderlich. Eine interkommunale Zusammenarbeit, so wie die Stadt Puchheim sie in den Bereichen Wasser, Abwasser und Stromversorgung bereits praktiziere, sei der Schlüssel zu mehr Wirtschaftlichkeit. In Zeiten knapper Finanzmittel müsse man neue Wege beschreiten, dadurch würde auch der Service für den Bürger wesentlich wirtschaftlicher. Damit Puchheim auch in Zukunft eine Stadt für alle bleibt, sei eine zukunftsorientierte Wohnungspolitik notwendig, meinte Heitmeir weiter. Der Wohnungsbau sei zwar keine kommunale Kernaufgabe, aber damit bezahlbarer Wohnraum sowohl für junge Familien als auch für ältere Menschen zur Verfügung stehe, brauche man eine zukunftsorientierte Wohnungspolitik. Er trete für eine qualifizierte Stadtentwicklung, eine transparente und frühzeitige Information aller Bürger und eine zukunftsorientierte Energiepolitik ein, damit Puchheim auch weiterhin lebenswert bleibe. „Da wo Begeisterung ist, ist Berufung. Ich würde mich freuen, wenn die Bürgerinnen und Bürger Puchheims aus meiner Begeisterung, im Juli Berufung machen würden“. Mit diesem, seinem persönlichen Motto beendete der zweifache Familienvater seine Neujahrs-bzw. Wahlkampfrede. In seiner mit viel Beifall begleiteten Rede bezeichnete Innenminister Herrmann den Abbau der unverantwortlichen Verschuldung als eine grundlegende Herausforderung für die Zukunft. „Wir müssen unserer Jugend Chancen hinterlassen und nicht Schuldenberge.“ Das Land müsse mehr in Bildung und Ausbildung investieren, um die individuellen Chancen der jungen Menschen zu verbessern, nur so könne man den Wohlstand erhalten. Dabei sei bürgerliches Engagement aber genauso wichtig wie politisches, betonte Herrmann. Zum Glück gebe es auch im Jugendbereich viel ehrenamtliches Engagement, so Herrmann.

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