Bürgerversammlung in Aich

Aicher Bürger sprechen über ihre Probleme

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Bei der Stadtteil-Bürgerversammlung in Aich verabschiedete OB Erich Raff (links) im Beisein des Feuerwehrreferenten der Stadt, Andreas Lohde (rechts), offiziell den langjährigen Aicher Feuerwehrkommandanten Heinrich Schwarz und überreichte ihm ein kleines Präsent der Stadt.

Verkehrsprobleme durch den stark zugenommenen Linienbusverkehr durch das Dorf, zugeparkte Straßen und fehlende Gehwege sowie ein drohendes weiteres Windrad beschäftigten die Bürger in Aich bei der Bürgerversammlung, zu der Brucks Oberbürgermeister Erich Raff eingeladen hatte und zu der 45 Aicher ins Gemeindehaus erschienen.

Fürstenfeldbruck - Alt-OB Sepp Kellerer thematisierte zum Einstieg der Fragerunde sogleich die Linienbusse, die seit dem Fahrplanwechsel im vergangenen Jahr verstärkt durch das Dorf fahren. Waren es vorher 30, so fahren jetzt 70 Busse durch Aich. Das neue Angebot hält er für überdimensioniert. Der kleine Ort sei mit der Durchfahrt der vielen Busse einfach überfordert. Gefährlich werde es, wenn sich Busse in den schmalen Straßen begegnen, die häufig keine Gehwege haben. 

Busse nur spärlich besetzt

Zusätzlich werde die Situation von parkenden Autos verschärft, und nicht selten müssten die Busse zurücksetzen. Besonders gefährlich werde es für Kinder. Da die Busse, so wie Kellerer beobachtet hat, größtenteils nur spärlich besetzt oder gar leer sind, hält er einen Stundentakt, den es bisher gab, für ausreichend. Christina Klein schlug vor, dass die Busse außerhalb des Dorfes an der Staatsstraße halten sollten. Dass die großen Busse häufig leer durch die Gegend fahren, das sei vielen ein Dorn im Auge, erwiderte Raff. Ob jedoch große oder kleine Busse eingesetzt werden, dadurch würden keine Kosten eingespart. Die Stadt werde die Situation bis Mitte des Jahres beobachten, sagte Raff zu. Er könnte sich vorstellen, dass der Stundentakt zu bestimmten Zeiten ausreichend sein dürfte. Einen Halt außerhalb des Dorfes hält Raff für kontraproduktiv. „Bevor die Leute 150 Meter zur Haltestelle laufen, steigen sie gleich in ihr Auto ein.“ 

Geschwindigkeitsbeschränkung - OB Raff will darüber nachdenken

Nicole Schmid vom Weilerweg forderte eine Geschwindigkeitsbeschränkung, nachdem ihrer Ansicht nach die Autos viel zu schnell durch die Straße fahren, die ihr Sohn zum Schulbus geht, zumal die Straße weder einen Gehweg noch Straßenbeleuchtung habe. Raff versprach, über eine Beschränkung der Geschwindigkeit nachzudenken. Landwirt Sepp Kellerer Junior ärgert sich regelmäßig über die zugeparkten Straßen im Dorf, so dass er mit seinen landwirtschaftlichen Fahrzeugen häufig umkehren müsse. Vielleicht müsse man ein absolutes Halteverbot oder gar eine Feuerwehranfahrzone einrichten, meinte Raff. 

Bald weitere Windräder in Aich?

Eigentlich war er immer ein Befürworter der Windräder, kritisierte der Alt-OB das Vorhaben der Gemeinde Maisachs ein weiteres Windrad in der Nähe von Aich zu errichten. „Da werde ich zum Verfechter und sage, das darf auch nicht sein.“ Maisach habe ein Riesengebiet zur Verfügung, das habe er auch Bürgermeister Hans Seidl (CSU) schon einmal vorgehalten. Jetzt seien die Stadtwerke gefragt. So könnte man seiner Ansicht nach fünf Windräder im Fliegerhorst errichten. „Da sind die Abstände vorhanden.“ Wenn am Rand von Aich weitere Windräder errichtet werden, da befürchtet Kellerer, dass es Widerstand aus der Bevölkerung geben werde. 

Ehemaliger Kommandant wird verabschiedet

Eingangs der Bürgerversammlung nutzte Raff die Gelegenheit, den langjährigen ehemaligen Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Aich, Heinrich Schwarz, offiziell zu verabschieden. Der OB dankte dem Feuerwehrler für sein ehrenamtliches Engagement. Fast 41 Jahre seiner 45-jährigen Zeit im Feuerwehrdienst führte Schwarz die Aicher Feuerwehr als Kommandant und 22 Jahre war er Kreisbrandmeister sowie 25 Jahre im Vorstand. 

Dieter Metzler

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