Über Bürgerantrag abgestimmt

Auch bei der Bürgerversammlung Bruck-Mitte ist Verkehr zentrales Thema

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Rund 40 Bürger fanden den Weg zur Bürgerversammlung der Stadtmitte.

Wie schon bei der ersten Bürgerversammlung im Stadtteil Aich stand auch in der Kreisstadt der Verkehr im Mittelpunkt der Bürgerversammlung im Rathaus. Rund 40 Bürger waren in den Sitzungssaal ins Rathaus gekommen.

Fürstenfeldbruck – Nachdem Oberbürgermeister Erich Raff (CSU) die Bürger mit einem halbstündigen Vortrag über die finanzielle Situation und die wichtigsten Projekte informiert hat, eröffnete Wolfgang Brückner aus Neulindach mit einer Frage zur Amperbrücke den Bürgerdialog. Er befürchtet, wenn die Brücke vom Straßenbauamt einmal neu gebaut werde, bleibe der Verkehr in den nächsten 50 Jahren in Bruck. So einfach gehe Abriss und Neubau nicht mehr, erwiderte Raff. Die Brücke stehe unter Denkmalschutz. Die Brücke werde jetzt saniert, damit sie die nächsten Jahre noch hält. Er wolle jetzt keine B2-Debatte lostreten, da der Bundesverkehrswegeplan bis 2030 gelte und bis dahin habe die Entscheidung Bestand. „Auch wir wollen den Schwerlastverkehr aus der Stadt heraus haben und werden nicht klein beigeben.“

Antrag auf Versprechens-Erfüllung

Der gleiche Bürger aus Neulindach erinnerte an einen vor Jahren bereits angesprochenes Problem um die Staatsstraße von FFB nach Maisach in Höhe Waldcafé. Der Verkehr und Lärm sei unerträglich. Damals wurde die Planung der Umgehungsstraße von der Hasenheide zum Pucher Meer in Angriff genommen und eine Verlegung der Staatsstraße auf diese Umgehung versprochen. Doch es habe sich nichts mehr getan. „Wir stellen den Antrag, dass die Stadt ihre Versprechungen erfüllt und eine Geschwindigkeitsbeschränkung und einen Zebrastreifen auf Höhe der Bushaltestelle errichtet.“

Bürgerantrag angenommen

Seit zwei Jahren sei man mit dem Straßenbauamt deswegen in Kontakt. Wegen Fördergeldern gebe es da noch eine Bindungsfrist für die Staatsstraße bis 2020. Eine Verlegung mache das Straßenbauamt deshalb nicht mit. Er würde die Straße von heute auf morgen zurückbauen und auf 30 km/h beschränken, so Raff. Stadtrat Andreas Lohde (CDU) schlug vor, über den Antrag des Bürgers abzustimmen. Die Bürger stimmten dem Antrag mehrheitlich zu.

Stadt Hände gebunden bei Hauptstraße

Wieso habe die Hauptstraße so wenige Fußgängerampeln, fragte ein Herr Hering aus der Fürstenfelder Straße. Die Einkaufssituation sei dadurch sehr unattraktiv. Man müsse quasi im Vorfeld überlegen, welche Seite der Hauptstraße man wähle, weil eine sichere Überquerung schwierig sei. Er könne das nachvollziehen, so Raff, die Taktung der Ampeln lasse einen Fußgängerüberweg aber nicht zu. „Wenn`s unsere Straße wäre, hätten wir schon Ideen“, sagte Raff. Aber es handelt sich um eine Bundesstraße, und da mache das Straßenbauamt nicht mit. Der gleiche Bürger meinte, dass die 16-Tonnen-Regel, die derzeit für die Amperbrücke gelte, von den Lkw-Fahrern selten eingehalten werde. Er wünschte sich Kontrollen. Da lasse man sich häufig täuschen von der Größe der Lkws. „Wenn der leer ist, ist er leichter.“ Für Kontrollen fehlen der Polizei die Kapazitäten. „Schwarze Schafe gibt es immer“, so Raff.

Diskussionsbedarf bei Fahrradwegen

Die Radwege in der Kreisstadt führten zu einigen Diskussionen bei den Bürgern. Die Ausschilderung der Fahrradwege wie zum Beispiel vom Waldfriedhof in Richtung Rewe gebe es kein einziges Schild, das auf den Radweg hinweise, beanstandete ein Bürger. Und vor dem Fliegerhorst seien alle Hinweisschilder weggekommen, warum, fragte er. Aufgrund gesetzlicher Neuregelung sind die Schilder nicht mehr zwingend erforderlich, teilte Birgit Thron von der Stadtverwaltung dazu mit. „Die Benutzungszwänge sind aufgehoben für die Radwege an diesen Straßen. Schilder werden nur dort aufgestellt, wenn die Verkehrsbelastung so hoch ist, dass dort eine Gefahr besteht.“

Auch an der Emmeringer Straße zwischen altem Deichensteg und dem Holzsteg dürfe man mit dem Rad nicht stadtauswärts fahren. Das werde mit dem Landratsamt geklärt, versprach Raff. Es handelt sich um eine Kreisstraße, dennoch sei es nicht einleuchtend, warum man diese 100 Meter nicht fahren dürfe. 

Hinweisschild für Auswärtige

Weiter forderte der Bürger ein Hinweisschild vor dem Kino in der Maisacher Straße, dass auswärtige Besucher wissen, dass eine große Parkmöglichkeit auf dem Volksfestplatz bestehe, wenn sie das Kino besuchen.

Dieter Metzler

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